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Online Auswertung des EKF

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EKF digital auswerten

EKF – Emotionale-Kompetenz-Fragebogen

Der EKF schätzt emotionale Kompetenz aus Selbst- und Fremdsicht ein – verstanden als mehrdimensionale Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle zu erkennen, mit den eigenen Gefühlen angemessen umzugehen und Gefühle auszudrücken. Der EKF versteht emotionale Kompetenz bewusst als Fähigkeitskonstrukt und grenzt sie von kognitiver Intelligenz und von Persönlichkeitsmerkmalen ab.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Der EKF liegt in zwei Formen vor: einer Selbstbeurteilung (EKF-S) und einer Fremdbeurteilung (EKF-F). Die Hauptform umfasst vier Dimensionen mit insgesamt 62 Items:

  • Erkennen eigener Emotionen – Wahrnehmen und Identifizieren der eigenen Gefühle (15 Items)
  • Erkennen von Emotionen bei anderen – Wahrnehmen der Gefühle anderer Personen (17 Items)
  • Regulation und Kontrolle eigener Emotionen – Steuerung der eigenen Gefühle (13 Items)
  • Emotionale Expressivität – Ausdruck von Gefühlen (17 Items)

Aus den vier Hauptskalen entsteht ein Gesamtwert der allgemeinen emotionalen Kompetenz. Ergänzend stehen zwei optionale Zusatzskalen bereit, die stärker auf soziale Kompetenzen zielen: Regulation von Emotionen bei anderen (15 Items) und Einstellungen zu Emotionen (14 Items). Mit ihnen umfasst der EKF 91 Items.

Durchführung

Der EKF ist für Jugendliche und Erwachsene konzipiert und einzeln wie in Gruppen einsetzbar. Die Items werden auf einer fünfstufigen Skala von 1 (stimmt überhaupt nicht) bis 5 (stimmt vollständig) beantwortet. Die Bearbeitung der knapp 100 Items dauert je nach Übung etwa 10 bis 20 Minuten; die Testpersonen sollten gut Deutsch lesen und verstehen können. Empfohlen wird, neben der Selbsteinschätzung auch eine oder mehrere Fremdeinschätzungen einzuholen.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des EKF erfolgt im Papierverfahren von Hand über die beigelegten Schablonen und die Normtabellen im Anhang des Manuals. Jeder Schritt – Umpolen, Summieren, Mitteln, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle; 22 Items der Hauptskalen sind vor der Mittelung umzudrehen, und der Gesamtwert verlangt eine z-Transformation mit skalenspezifischen Konstanten. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Prüfung der Bearbeitung: Zuerst wird geprüft, ob regulär geantwortet wurde. Als Hinweise auf das Gegenteil nennt das Manual durchgängiges Ankreuzen am linken oder rechten Rand, Zickzackmuster, mehr als fünf ausgelassene Items und leere Seiten. Nicht regulär bearbeitete Bogen lassen sich nicht auswerten.
  2. Umpolung: Ein Teil der Items ist umgekehrt formuliert und wird vor der Mittelung gedreht – aus 5 wird 1, aus 4 wird 2, die 3 bleibt. Betroffen sind die Skalen Erkennen eigener Emotionen, Regulation und Kontrolle sowie Emotionale Expressivität; beim Erkennen fremder Emotionen kein Item.
  3. Dimensionsbildung: Je Skala werden die Itemwerte addiert und durch die Zahl der bearbeiteten Items geteilt. Pro Dimension sollten nicht mehr als zwei Items fehlen – ausgelassene verzerren den Mittelwert je nach ihrer Schwierigkeit nach oben oder unten.
  4. Normierung: Die Mittelwerte werden über prozentrangtransformierte Normtabellen in Standardwerte (Mittelwert 100, Standardabweichung 10) überführt – getrennt für Selbst- und Fremdeinschätzung, je in vier Gruppen nach Geschlecht und Alter (bis 20 / ab 20 Jahren). Für Geschlechtsvergleiche stehen geschlechtsunabhängige Normen bereit.
  5. Gesamtwert: Die vier Hauptskalen dürfen auf Rohwertbasis nicht einfach gemittelt werden, da sie unterschiedliche Mittelwerte haben. Vor der Mittelung sind sie z-zu-transformieren – mit je eigenen Konstanten für Selbst- und Fremdeinschätzung. Auf Normwertbasis entfällt dieser Schritt.

Ein Standardwert zwischen 90 und 110 gilt als durchschnittlich, ab 110 als überdurchschnittlich, ab 120 als weit überdurchschnittlich. Die Vertrauensintervalle liegen bei 5 bis 7 Standardwertpunkten, die kritischen Differenzen bei etwa 7 bis 10 – kleinere Unterschiede zwischen zwei Werten sollten nicht gedeutet werden. Selbst- und Fremdeinschätzungen dürfen nur in normierter Form verglichen werden, weil Fremdbeurteilende systematisch etwas günstiger urteilen. Wie bei jedem Selbstbeurteilungsverfahren ist zudem die Verfälschbarkeit mitzudenken – besonders dort, wo für die Testperson etwas vom Ergebnis abhängt.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normierung des EKF beruht auf N = 638 Selbst- und N = 421 Fremdeinschätzungen. Die psychometrischen Kennwerte sind insgesamt gut. Die interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) der vier Hauptskalen liegt zwischen α = .86 und .93 (im Mittel rund .90), der Gesamtwert erreicht α = .93 (Selbst) bzw. .94 (Fremd). Die Stabilität über ein Jahr ist für Selbsteinschätzungen zufriedenstellend (r = .69), für Fremdeinschätzungen wegen wechselnder Beurteilender gering. Explorative und konfirmatorische Faktorenanalysen stützen die vierdimensionale Struktur bei guten Fit-Indizes. Die Übereinstimmung zwischen Selbst- und Fremdurteil ist moderat (r = .39), was die Empfehlung zur Mehrperspektiven-Erhebung unterstreicht. Für die konvergente Validität sprechen hohe Zusammenhänge des Erkennens fremder Emotionen mit Maßen emotionaler Sensitivität und Empathie sowie erwartungskonform negative Korrelationen der Emotionsregulation mit Neurotizismus, Depressivität und Symptombelastung. Mit kognitiver Intelligenz bestehen kaum Zusammenhänge – das stützt die diskriminante Validität und die eigenständige Konzeption des Konstrukts.

Rindermann, H. (2009). Emotionale-Kompetenz-Fragebogen (EKF). Einschätzung emotionaler Kompetenzen und emotionaler Intelligenz aus Selbst- und Fremdsicht. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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