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Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung des ZWIK auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?
Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?
Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?
Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc
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Das ZWIK erfasst Zwangsgedanken und Zwangshandlungen bei Kindern und Jugendlichen und quantifiziert ihre Ausprägung. Es ist Teil des Diagnostikums für Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter und übernimmt darin die Rolle des Symptommaßes: Während andere Bausteine des Systems die Attributionen und die familiäre Belastung erfassen, misst das ZWIK die Symptomatik selbst – dimensional, also entlang eines Kontinuums von unauffällig bis klinisch bedeutsam. Erhoben wird aus zwei Perspektiven, weil Zwänge häufig verheimlicht werden und Eltern manches sehen, was Kinder nicht berichten – und umgekehrt.
Das ZWIK umfasst 36 Items und liegt in zwei Fassungen vor:
Beantwortet wird fünfstufig nach der Häufigkeit des jeweiligen Symptoms. Neben dem Gesamtwert Zwangssymptomatik werden drei inhaltliche Bereiche ausgewiesen:
Diese Aufteilung ist für die Therapieplanung unmittelbar nutzbar, weil Expositionsübungen sich an den konkreten Inhalten ausrichten. Der Gesamtwert beschreibt das Ausmaß der Belastung, die Bereiche zeigen, woran gearbeitet wird.
Das ZWIK wird als Papier-Bleistift-Verfahren oder computergestützt vorgegeben; die Bearbeitung dauert etwa 5 bis 15 Minuten. Die Elternfassung füllt eine Bezugsperson aus, die das Kind im Alltag gut kennt – dabei ist festzuhalten, ob Mutter oder Vater geantwortet hat, denn die Normen unterscheiden sich danach. Da Zwangssymptome oft schambesetzt sind, ist ein Rahmen wichtig, in dem offen geantwortet werden kann; das ZWIK sollte deshalb nicht ohne vorangehendes Gespräch ausgegeben werden.
Die Auswertung des ZWIK erfolgt im Papierverfahren von Hand über den Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals. Jeder Schritt – Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und weil die richtige Normtabelle von Fassung, Beurteilerperson, Altersgruppe und gewählter Referenzstichprobe abhängt, ist bereits deren Auswahl fehleranfällig. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:
Ein erhöhter Wert im ZWIK belegt keine Zwangsstörung. Er beschreibt Ausmaß und Schwerpunkt der Symptomatik; die diagnostische Entscheidung fällt im Diagnostikum über die klinische Beurteilung und das Interview. Umgekehrt gilt: Weil das ZWIK dimensional angelegt ist, macht es auch subklinische Ausprägungen sichtbar – für die Früherkennung ist das sein eigentlicher Wert.
Die Normen des ZWIK beruhen auf mehreren Stichproben. Für die Altersgruppe 11 bis 18 Jahre umfasst die Feldstichprobe 367 Selbstbeurteilungen sowie 271 Mutter- und 163 Vaterurteile; die klinischen Normen stützen sich auf 134 Selbst- und 135 Elternbeurteilungen. Für die jüngere Altersgruppe von 6 bis 10 Jahren liegen ausschließlich klinische Normen der Elternfassung vor, und diese beruhen auf lediglich 46 Fällen – Werte für jüngere Kinder sind daher deutlich zurückhaltender zu interpretieren als die der älteren Gruppe. Die internen Konsistenzen sind mindestens zufriedenstellend und reichen von α = .70 bis .94; die hohen Werte betreffen erwartungsgemäß den Gesamtwert, die niedrigeren die inhaltlichen Bereiche mit weniger Items. Die Konstruktvalidität wurde faktorenanalytisch in klinischen Stichproben geprüft, und das ZWIK trennt zuverlässig zwischen klinischen und nicht klinischen Gruppen. Seine Aussagekraft entfaltet es im Verbund des Diagnostikums, das Selbst-, Fremd- und klinisches Urteil zusammenführt.
Goletz, H., Adam, J., & Döpfner, M. (2020). DZ-KJ – Diagnostikum für Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Göttingen: Hogrefe.
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Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)
LVR-Klinikum Düsseldorf
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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)
Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied
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