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Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung der ZAREKI-R auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?
Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?
Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?
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Die ZAREKI-R dient der Abklärung einer Dyskalkulie. Sie fragt nicht, wie gut ein Kind rechnet, sondern welche Teilfunktion der Zahlenverarbeitung nicht trägt: das Übersetzen zwischen Zahlwort und Ziffer, die Vorstellung vom Zahlenraum, das Abrufen von Faktenwissen oder das Behalten von Zahlen im Arbeitsgedächtnis. Diese Zerlegung ist der Zweck der ZAREKI-R – aus ihr ergibt sich, wo Förderung ansetzen muss. Eine Diskrepanz zur Intelligenz, wie sie die ICD-10 vorsieht, hält das Manual für die Diagnosestellung ausdrücklich weder für erforderlich noch für empfehlenswert.
Die ZAREKI-R besteht aus zwölf Untertests. Weil Kopfrechnen, Zahlenstrahl und Zahlen nachsprechen getrennt gewertet werden, entstehen daraus 16 Rohwerte:
Aus allen Untertests der ZAREKI-R entsteht ein Gesamtpunktwert. Eine Hauptkomponentenanalyse ordnet die Untertests vier Faktoren zu; für die Diagnosestellung sind zwei davon maßgeblich: Zahlen- und Faktenwissen (Faktor I) und analog-semantische und arithmetische Fähigkeiten (Faktor II).
Die ZAREKI-R ist ein Individualverfahren für die Klassenstufen 1 bis 4 und wird als Papier-Bleistift-Test durchgeführt. Die Aufgaben werden mündlich oder über Testvorlagen präsentiert; geantwortet wird mündlich, schriftlich oder motorisch. Jeder Untertest beginnt mit leichten Einführungsaufgaben, damit sicher ist, dass das Kind das Aufgabenprinzip verstanden hat. Zeitgrenzen gibt es nicht. Die Durchführung dauert im Mittel etwa 35 Minuten, wobei jüngere Kinder länger brauchen als ältere. Protokolliert wird während der Testung auf dem Bewertungs- und Protokollbogen.
Die Auswertung der ZAREKI-R erfolgt im Papierverfahren von Hand: Die Rohwerte der Untertests werden auf den Bewertungsbogen übertragen, zum Gesamtpunktwert addiert und anschließend in den klassenbezogenen Prozentrangtabellen nachgeschlagen. Bei 16 Rohwerten plus Gesamtwert bedeutet das siebzehn Nachschlagevorgänge in vier verschiedenen Tabellensätzen – jeder davon eine mögliche Fehlerquelle, ebenso wie das Summieren und Übertragen. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Rohwerte; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:
Die Vergleichswerte der ZAREKI-R beruhen auf 764 Kindern: 421 deutschen Kindern aller vier Klassenstufen aus dem Einzugsgebiet einer hessischen Großstadt und 343 Schweizer Zweitklässlern aus einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe des Kantons Zürich. Die interne Konsistenz der gesamten Testbatterie beträgt α = .97 in der deutschen und α = .93 in der Schweizer Stichprobe; dass sie dort niedriger ausfällt, führt das Manual auf die homogene Altersstruktur zurück – die Schweizer Teilstichprobe besteht ausschließlich aus Zweitklässlern. Auf Untertestebene reichen die Werte von α = .97 (Multiplizieren) bis hinunter zu α = .34 (Abzählen); drei Untertests genügen den testdiagnostischen Anforderungen nicht und sind deshalb vom zweiten Diagnosekriterium ausgenommen. Die Hauptkomponentenanalyse mit Varimax-Rotation ergibt vier interpretierbare Faktoren, die zusammen 58,4 % der Varianz aufklären; der erste Faktor allein trägt 37,8 % bei. Kriterienbezogen korreliert das Testergebnis mit der Einschätzung der Rechenkompetenz durch die Lehrkräfte zu r = .69 und mit der Mathematiknote zu r = .64. Eine Risikostichprobe aus Sprachheilkindergärten schnitt in der ZAREKI-R im zweiten Schuljahr in fast allen Untertests deutlich schwächer ab als die Regelstichprobe – am deutlichsten beim Multiplizieren, bei den Textaufgaben und bei der kognitiven Mengenbeurteilung.
von Aster, M., Weinhold Zulauf, M., & Horn, R. (2013). ZAREKI-R – Neuropsychologische Testbatterie für Zahlenverarbeitung und Rechnen bei Kindern, revidierte Fassung (4., aktualisierte Auflage). Frankfurt am Main: Pearson.
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