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Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?
Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?
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Die VSK erfassen Verhaltensprobleme und sozial-emotionale Kompetenzen von Kindern im Kindergartenalter aus der Sicht von Eltern und pädagogischen Fachkräften. Anders als Verfahren, die überwiegend auf Schwächen zielen oder ausschließlich Ressourcen erheben, stellen die VSK beide Bereiche in vergleichbarem Umfang nebeneinander und normieren sie gemeinsam. Das gemeinsame Profil aus Stärken und Problemen unterstützt die Früherkennung und liefert Hinweise für die Förderung. Die Bögen richten sich an Psychologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie und Pädagogik.
Die VSK liegen in zwei parallelen Versionen vor: für Eltern (VSK-EL) und für pädagogische Fachkräfte (VSK-PF). Beide umfassen dieselben 49 Items, nur die Instruktion ist sprachlich angepasst. Vier Problemskalen mit zusammen 31 Items:
Drei Ressourcenskalen mit zusammen 18 Items:
Aus den Skalen werden die Gesamt-Problemskala und die Gesamt-Ressourcenskala gebildet. Hinzu kommen in jeder Version 12 ergänzende Ja/Nein-Fragen zur Gesundheit und Entwicklung des Kindes, die in keine Skala eingehen.
Die VSK sind für Kinder von 3;0 bis 6;6 Jahren vorgesehen. Die Bearbeitung dauert je Version etwa 10 bis 15 Minuten. Beurteilt wird das Verhalten der vergangenen vier Wochen auf einer vierstufigen Skala: trifft nicht zu, trifft eher nicht zu, trifft eher zu und trifft zu. Das Manual empfiehlt, beide Versionen einzusetzen, da die Urteile von Eltern und Fachkräften häufig deutlich voneinander abweichen; Unterschiede sollen im anschließenden Gespräch thematisiert werden. Bei Leseschwierigkeiten oder unzureichenden Deutschkenntnissen dürfen die Fragen vorgelesen werden.
Die Auswertung der VSK erfolgt im Papierverfahren von Hand über Schablonensatz, Auswertungsbogen, Profilbogen und die Normtabellen des Manuals; das Manual veranschlagt dafür je Version etwa 5 bis 10 Minuten. Jeder Schritt – Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:
Die VSK wurden von Oktober 2014 bis März 2015 an N = 783 Kindern aus 36 Kindertageseinrichtungen in Bremen, Niedersachsen und Hessen normiert. Die interne Konsistenz der Gesamt-Problemskala liegt bei α = .81 (Eltern) und α = .89 (Fachkräfte), die der Gesamt-Ressourcenskala bei α = .82 und α = .91. Am niedrigsten fallen im Elternurteil die Skalen Selbstregulation und Soziale Kompetenz mit α = .64 und α = .65 aus; die Werte der Fachkräfte liegen durchgängig höher. Die Retest-Reliabilität nach drei Monaten (N = 56) reicht von .30 bis .74 in der Eltern- und von .51 bis .82 in der Fachkraftversion. Faktorenanalysen bestätigen die Struktur der Problemskalen in beiden Versionen und der Ressourcenskalen im Fachkrafturteil, nicht jedoch der Ressourcenskalen im Elternurteil. Zur Kriteriumsvalidität korreliert die Gesamt-Problemskala mit dem Gesamt-Problemwert des SDQ zu r = .80 (Fachkräfte) bzw. r = .78 (Eltern), die Gesamt-Ressourcenskala mit der SDQ-Skala Prosoziales Verhalten zu r = .82 bzw. r = .67.
Koglin, U., & Petermann, F. (2016). VSK – Verhaltensskalen für das Kindergartenalter. Göttingen: Hogrefe.
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Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)
LVR-Klinikum Düsseldorf
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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)
Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied
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