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Online Auswertung der VSK

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VSK digital auswerten

VSK – Verhaltensskalen für das Kindergartenalter

Die VSK erfassen Verhaltensprobleme und sozial-emotionale Kompetenzen von Kindern im Kindergartenalter aus der Sicht von Eltern und pädagogischen Fachkräften. Anders als Verfahren, die überwiegend auf Schwächen zielen oder ausschließlich Ressourcen erheben, stellen die VSK beide Bereiche in vergleichbarem Umfang nebeneinander und normieren sie gemeinsam. Das gemeinsame Profil aus Stärken und Problemen unterstützt die Früherkennung und liefert Hinweise für die Förderung. Die Bögen richten sich an Psychologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie und Pädagogik.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Die VSK liegen in zwei parallelen Versionen vor: für Eltern (VSK-EL) und für pädagogische Fachkräfte (VSK-PF). Beide umfassen dieselben 49 Items, nur die Instruktion ist sprachlich angepasst. Vier Problemskalen mit zusammen 31 Items:

  • Ängstlichkeit – Unsicherheit und Vermeidung in neuen und sozialen Situationen (8 Items)
  • Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit – Bewegungsdrang und Ablenkbarkeit (5 Items)
  • Aggressives Verhalten – körperliche und verbale Aggression gegenüber anderen (10 Items)
  • Emotionsdysregulation – Stimmungsschwankungen und geringe Frustrationstoleranz (8 Items)

Drei Ressourcenskalen mit zusammen 18 Items:

  • Soziale Kompetenz – Kontakt und Kooperation mit Gleichaltrigen (6 Items)
  • Emotionswissen/Empathie – Erkennen und Beachten von Gefühlen anderer (7 Items)
  • Selbstregulation – Aufschub, Ausdauer und Bedenken von Folgen (5 Items)

Aus den Skalen werden die Gesamt-Problemskala und die Gesamt-Ressourcenskala gebildet. Hinzu kommen in jeder Version 12 ergänzende Ja/Nein-Fragen zur Gesundheit und Entwicklung des Kindes, die in keine Skala eingehen.

Durchführung

Die VSK sind für Kinder von 3;0 bis 6;6 Jahren vorgesehen. Die Bearbeitung dauert je Version etwa 10 bis 15 Minuten. Beurteilt wird das Verhalten der vergangenen vier Wochen auf einer vierstufigen Skala: trifft nicht zu, trifft eher nicht zu, trifft eher zu und trifft zu. Das Manual empfiehlt, beide Versionen einzusetzen, da die Urteile von Eltern und Fachkräften häufig deutlich voneinander abweichen; Unterschiede sollen im anschließenden Gespräch thematisiert werden. Bei Leseschwierigkeiten oder unzureichenden Deutschkenntnissen dürfen die Fragen vorgelesen werden.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung der VSK erfolgt im Papierverfahren von Hand über Schablonensatz, Auswertungsbogen, Profilbogen und die Normtabellen des Manuals; das Manual veranschlagt dafür je Version etwa 5 bis 10 Minuten. Jeder Schritt – Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwertberechnung: Die Antworten werden mit 0 (trifft nicht zu) bis 3 (trifft zu) kodiert; vier Items sind umzupolen. Je Skala werden die Werte summiert, die Gesamtskalen ergeben sich aus der Summe der zugehörigen Skalen.
  2. Normierung: Die Rohwerte werden in Prozentränge und T-Werte überführt. Normen liegen getrennt nach Version für zwei Altersgruppen (3;0–4;6 und 4;7–6;6 Jahre) vor, geschlechtsspezifisch und geschlechtsübergreifend. Für die Einzelfalldiagnostik empfiehlt das Manual die geschlechtsspezifischen Normen. Für die Gesamtskalen wird zusätzlich ein Konfidenzintervall von ±1 Rohwertpunkt angegeben.
  3. Interpretation: T-Werte über 60 bzw. unter 40 gelten als über- bzw. unterdurchschnittlich. Bei den Problemskalen weisen hohe, bei den Ressourcenskalen niedrige Werte auf Auffälligkeiten hin. Cut-offs gibt es nur für die Gesamtskalen: Die Gesamt-Problemskala gilt bis T = 58 als unauffällig, bei T = 59 bis 62 als grenzwertig und ab T = 63 als auffällig; die Gesamt-Ressourcenskala ab T = 42 als unauffällig, bei T = 38 bis 41 als grenzwertig und bis T = 37 als auffällig. Die Einzelskalen zeigen, in welchem Bereich Schwierigkeiten liegen, sollen aber nicht als auffällig oder unauffällig eingeordnet werden. Ein auffälliges Ergebnis ist nicht mit einer klinischen Diagnose gleichzusetzen.
  4. Umgang mit fehlenden Werten: Fehlende Antworten werden nachgefragt; sonst wird ein fehlendes Item durch den Skalenmittelwert geschätzt – höchstens eine fehlende Antwort je Skala.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die VSK wurden von Oktober 2014 bis März 2015 an N = 783 Kindern aus 36 Kindertageseinrichtungen in Bremen, Niedersachsen und Hessen normiert. Die interne Konsistenz der Gesamt-Problemskala liegt bei α = .81 (Eltern) und α = .89 (Fachkräfte), die der Gesamt-Ressourcenskala bei α = .82 und α = .91. Am niedrigsten fallen im Elternurteil die Skalen Selbstregulation und Soziale Kompetenz mit α = .64 und α = .65 aus; die Werte der Fachkräfte liegen durchgängig höher. Die Retest-Reliabilität nach drei Monaten (N = 56) reicht von .30 bis .74 in der Eltern- und von .51 bis .82 in der Fachkraftversion. Faktorenanalysen bestätigen die Struktur der Problemskalen in beiden Versionen und der Ressourcenskalen im Fachkrafturteil, nicht jedoch der Ressourcenskalen im Elternurteil. Zur Kriteriumsvalidität korreliert die Gesamt-Problemskala mit dem Gesamt-Problemwert des SDQ zu r = .80 (Fachkräfte) bzw. r = .78 (Eltern), die Gesamt-Ressourcenskala mit der SDQ-Skala Prosoziales Verhalten zu r = .82 bzw. r = .67.

Koglin, U., & Petermann, F. (2016). VSK – Verhaltensskalen für das Kindergartenalter. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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