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Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?

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Online Auswertung des SPAIK

Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc

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SPAIK digital auswerten

SPAIK – Sozialphobie und -angstinventar für Kinder

Das SPAIK erfasst soziale Ängste bei Kindern und Jugendlichen nicht über allgemeine Aussagen, sondern über konkrete Situationen: vor der Klasse sprechen, jemanden ansprechen, in einer Gruppe dazukommen. Für jede dieser Situationen wird zusätzlich danach gefragt, wem gegenüber sie Angst auslöst – bekannten Gleichaltrigen, unbekannten Gleichaltrigen oder Erwachsenen. Diese Bauweise macht das Verfahren für die Therapieplanung unmittelbar nutzbar: Sie zeigt nicht nur, dass ein Kind sozial ängstlich ist, sondern wo genau. Das SPAIK ist die deutschsprachige Adaptation des Social Phobia and Anxiety Inventory for Children.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Das SPAIK umfasst 26 Situationen, die dreistufig beurteilt werden. Bei 16 dieser Situationen werden zusätzlich bis zu vier Unteraspekte erfragt – etwa danach, ob die Angst gegenüber bekannten oder unbekannten Gleichaltrigen oder gegenüber Erwachsenen auftritt. Abgedeckt werden dabei alle drei Ebenen sozialer Angst:

  • somatisch – Herzklopfen, Schwitzen, Zittern
  • kognitiv – Befürchtungen und negative Bewertungsgedanken
  • verhaltensbezogen – Vermeidung und Rückzug

Konstruiert ist das SPAIK einfaktoriell: Ausgewertet wird ein Gesamtwert für soziale Angst. Die inhaltliche Gliederung der Situationen – nach Interaktions- und Leistungssituationen sowie nach dem Gegenüber – dient nicht der Bildung eigener Skalenwerte, wohl aber der qualitativen Auswertung. Sie beantwortet die Frage, die für die Behandlung entscheidend ist: Welche Situationen sind angstbesetzt, und mit wem.

Durchführung

Das SPAIK ist für Kinder und Jugendliche von 8;0 bis 16;11 Jahren vorgesehen und wird schriftlich als Selbstbeurteilung bearbeitet; das dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Die verschachtelte Struktur mit Unteraspekten ist der anspruchsvollste Teil der Durchführung – jüngere Kinder brauchen hier eine klare Einführung und gegebenenfalls Begleitung, damit die Zuordnung der Antworten gelingt. Eine standardisierte Instruktion liegt vor.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des SPAIK erfolgt im Papierverfahren von Hand über den Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals. Jeder Schritt – Zusammenfassen der Unteraspekte, Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und die Unteraspekte machen die Rohwertbildung deutlich aufwendiger als bei einem Bogen mit 26 einfachen Items. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Itemwerte: Für die Situationen mit Unteraspekten werden diese zunächst zu einem Itemwert zusammengefasst.
  2. Gesamtwert: Die Itemwerte ergeben den Gesamtwert für soziale Angst.
  3. Normierung: Der Rohwert wird in T-Wert- und Prozentrangbänder überführt. Die Normen sind geschlechtsspezifisch und nach drei Altersbändern gegliedert – 8;0 bis 10;11, 11;0 bis 13;11 und 14;0 bis 16;11 Jahre.
  4. Qualitative Auswertung: Unabhängig vom Gesamtwert lohnt der Blick auf die Einzelsituationen. Ein Kind, dessen Angst sich auf Leistungssituationen vor Erwachsenen beschränkt, braucht ein anderes Expositionsprogramm als eines, das jeden Kontakt zu unbekannten Gleichaltrigen meidet.

Dass die Normwerte als Bänder und nicht als Punktwerte ausgewiesen werden, ist kein Mangel, sondern eine Aussage über die Messgenauigkeit: Zwei Werte innerhalb desselben Bandes sind nicht sinnvoll voneinander zu unterscheiden. Für Verlaufsmessungen heißt das, dass erst ein Bandwechsel als Veränderung gelesen werden sollte. Und das SPAIK bleibt ein dimensionales Screening – eine kategoriale Diagnose der sozialen Angststörung leistet es nicht.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normen des SPAIK beruhen auf 1.197 Kindern und Jugendlichen. Die interne Konsistenz ist mit α = .92 sehr hoch und passt zur einfaktoriellen Konstruktion; die mittlere Trennschärfe beträgt .55, die mittlere Itemschwierigkeit .48 – Werte, die für eine gleichmäßig streuende Skala sprechen. Die Retest-Reliabilität über vier Wochen liegt bei rtt = .84. Für die Konstruktvalidität sprechen Korrelationen mit anderen Verfahren zur sozialen Angst zwischen r = .59 und .73 – hoch genug, um dasselbe Konstrukt zu belegen, und niedrig genug, um einen eigenständigen Beitrag zu zeigen. Klinisch bedeutsam ist die doppelte Trennleistung: Das SPAIK unterscheidet sowohl zwischen sozialphobischen und unauffälligen Kindern als auch zwischen sozialphobischen Kindern und solchen mit anderen Angststörungen. Gerade die zweite Abgrenzung gelingt vielen Angstverfahren nicht und ist der eigentliche Grund für ein störungsspezifisches Instrument.

Melfsen, S., Florin, I., & Warnke, A. (2001). Sozialphobie und -angstinventar für Kinder (SPAIK). Göttingen: Hogrefe.
Melfsen, S., & Walitza, S. (2011). Psychometrische Eigenschaften und Normierung des Sozialphobie und -angstinventars für Kinder (SPAIK) an einer klinischen Stichprobe. Diagnostica, 57(2), 76–85.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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