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Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?

Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?

Online Auswertung der SOZAS

Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc

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SOZAS digital auswerten

SOZAS – Skalen zur Sozialen Angststörung

Die Soziale Angststörung ist die häufigste Angststörung überhaupt – und wird trotzdem regelmäßig übersehen, weil die Symptomatik unterschätzt wird oder die Abgrenzung zu anderen Störungen misslingt. Dort setzen die SOZAS an: vier kurze, aufeinander abgestimmte Verfahren vom schnellen Screening bis zur situationsgenauen Beschreibung. Die SOZAS trennen klinisch relevante soziale Ängste von nicht klinischen und zeigen, welcher Situationstyp betroffen ist – die Angst vor Bewertung im Auftritt oder die Angst vor der Interaktion selbst.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Die SOZAS bündeln vier Instrumente mit maximal 24 Items:

  • SPIN – Soziale-Phobie-Inventar: 17 Items zur Selbstbeurteilung, bezogen auf die letzte Woche, fünfstufig nach dem Ausmaß der Belastung (0 = überhaupt nicht bis 4 = extrem). Es deckt Angst, Vermeidung und körperliche Symptome ab und dient als Screening.
  • SIAS – Soziale-Interaktions-Angst-Skala: 20 Items zur Selbstbeurteilung ohne festgelegten Zeitraum, für Interaktionsängste, wie sie die generalisierte Form kennzeichnen.
  • SPS – Soziale-Phobie-Skala: 20 Items zur Selbstbeurteilung, ebenfalls ohne Zeitfenster, für Performanz-Ängste – die Angst vor Bewertung des eigenen Verhaltens in der Öffentlichkeit.
  • LSAS – Liebowitz-Soziale-Angst-Skala: 24 Items zur Fremdbeurteilung, bezogen auf die letzten sieben Tage. Angst und Vermeidung werden je Situation getrennt eingeschätzt; die verhaltensnahe Formulierung lässt sich gut in ein Gespräch einbetten.

Die vier Verfahren der SOZAS sind modular kombinierbar. SIAS und SPS gehören zusammen: Erst ihr Verhältnis zeigt, ob Interaktions- oder Bewertungsängste überwiegen.

Durchführung

Das SPIN lässt sich einzeln wie in Gruppen vorgeben und dauert etwa fünf Minuten. Anwendbar ist es bei Personen zwischen 18 und 75 Jahren – dem Altersbereich, für den die Trennwerte bestimmt wurden – und unabhängig vom Bildungsniveau; ausgegeben werden sollte es von klinisch vorgebildetem Personal. Die LSAS wird im Gespräch erhoben und ist ausdrücklich Fremdbeurteilung; die Selbstbeurteilungsversion ist mangels geprüfter Kennwerte nicht Teil der SOZAS. Nach der Bearbeitung wird auf Vollständigkeit geachtet.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung der SOZAS erfolgt im Papierverfahren von Hand durch Summenbildung und Vergleich mit den Trenn- und Normwerten des Manuals; für das SPIN veranschlagt es dafür 5 bis 10 Minuten. Jeder Schritt – Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist eine mögliche Fehlerquelle und fällt bei kombinierten Skalen mehrfach an. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Summenwerte: Die Antworten werden unverändert addiert – invertierte Items gibt es im SPIN nicht. Bei der LSAS entstehen getrennte Summen für Angst und Vermeidung plus Gesamtwert.
  2. Nur der Gesamtwert: Für das SPIN sind theoretisch drei Subskalen denkbar; wegen widersprüchlicher Befunde zur Faktorenstruktur empfiehlt das Manual, bis auf Weiteres allein den Gesamtwert zu berechnen.
  3. Fehlende Werte: Im SPIN dürfen höchstens zwei Antworten fehlen; sie werden durch den Mittelwert der vorliegenden Itemwerte ersetzt. Bei mehr als zwei ist das Ergebnis nicht zu interpretieren.
  4. Trennwerte: Ein SPIN-Wert ab 25 spricht für eine Soziale Angststörung. Für die SIAS liegt der optimale Trennwert bei ≥ 30, für die SPS bei ≥ 20; gegenüber Gesunden genügen niedrigere Werte (SIAS ≥ 26, SPS ≥ 17), zur Abgrenzung anderer Angsterkrankungen sind höhere nötig (SIAS ≥ 33, SPS ≥ 22).
  5. Normwerte: Nur für das SPIN liegen deutschsprachige Normwerte vor – geschlechtsspezifische Prozentränge für die dimensionale Einordnung. Für SIAS, SPS und LSAS gibt es derzeit keine; die LSAS wird anhand der Trennwerte der englischsprachigen Fassung eingeordnet.

Für das SPIN weist das Manual ein 95-%-Vertrauensintervall von 11 und eine kritische Differenz von 16 Rohwertpunkten aus – wichtig für Verlaufsmessungen, denn kleinere Veränderungen sind nicht bedeutsam. Ein überschrittener Trennwert bleibt zudem Anlass zur weiteren Prüfung: Die diagnostischen Kriterien sind über ein klinisches Interview zu sichern, das die SOZAS ausdrücklich nicht ersetzen.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normwerte des SPIN beruhen auf einer für die deutsche Bevölkerung repräsentativen Stichprobe von 2.043 Personen im Alter von 14 bis 93 Jahren; wegen Mittelwertunterschieden sind sie für 960 Männer und 1.083 Frauen getrennt ausgewiesen. Die interne Konsistenz des SPIN ist hoch: α = .95 in der klinischen Gesamtstichprobe, .91 bei Sozialer Phobie und .89 in einer zweiten Studie. Die Retest-Reliabilität beträgt r = .80 über 20 Wochen. Der Trennwert von 25 stammt aus ROC-Analysen und ordnet 85 Prozent der Personen mit Sozialer Phobie korrekt zu; zugleich werden 32 Prozent mit Depressionen oder anderen Angststörungen falsch positiv eingestuft – die Abgrenzung innerhalb klinischer Gruppen bleibt anspruchsvoll. Für SIAS und SPS liegen ebenfalls gute interne Konsistenzen vor. Eine Grenze benennen die SOZAS offen: Die Trennwerte gelten nur für den deutschen Sprach- und Kulturraum, da sozialphobische Symptome stark kulturell geprägt sind.

von Consbruch, K., Stangier, U., & Heidenreich, T. (2016). SOZAS – Skalen zur Sozialen Angststörung. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

Werten Sie die SOZAS und über 50 weitere etablierte klinische Testverfahren aus. Fehlt ein spezifisches Verfahren für Ihre Einrichtung? Gerne implementieren wir jeden zusätzlichen Test.

Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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