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Nie mehr selber rechnen • Nie mehr Normwerte suchen • Nie mehr Excel-Tabellen

Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung der SELLMO auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?
Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?
Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?
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Beispiel-TestbefundNie mehr rechnen · Nie mehr Normwerte suchen · Nie mehr Excel-Tabellen
Die SELLMO fragen nicht, wie stark jemand motiviert ist, sondern wozu. Lern- und Leistungsverhalten ist an Ziele geknüpft, und welche Ziele verfolgt werden, entscheidet mit über Lernverhalten, Leistung und Wohlbefinden. Erfasst werden vier Zielorientierungen: das Streben nach Kompetenzzuwachs, der Wunsch, eigenes Können zu zeigen, die Sorge, Unzulänglichkeit preiszugeben, und die Tendenz, Aufwand zu vermeiden. Alle Items der SELLMO knüpfen an denselben Satzanfang an – „In der Schule/Im Studium geht es mir darum …".
Die SELLMO umfassen 31 Items auf vier Skalen:
Beantwortet wird fünfstufig von „stimmt gar nicht" bis „stimmt genau". Die Items der vier Skalen stehen abwechselnd, sodass nie zwei Items derselben Skala aufeinanderfolgen – das soll Antworttendenzen vorbeugen. Die SELLMO liegen in zwei Fassungen vor: SELLMO-S für Schülerinnen und Schüler und SELLMO-ST für Studierende.
Die SELLMO sind für die Klassenstufen 3 bis 10 aller gängigen Schulformen sowie für Studierende vorgesehen und lassen sich einzeln wie in Gruppen durchführen. Die Bearbeitung dauert 8 bis 15 Minuten. Die Instruktion steht auf dem Fragebogen, sodass die Durchführung wenig Aufwand verlangt; bei jüngeren Kindern ist auf ausreichendes Leseverständnis zu achten.
Die Auswertung der SELLMO erfolgt im Papierverfahren von Hand über eine Auswertungsschablone, auf der die Items der vier Skalen farbig markiert sind, einen Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals. Jeder Schritt – Auflegen, Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und weil die Items alternierend über zwei Fragebogenseiten verteilt sind, wird die Schablone je Skala zweimal angelegt. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:
Für die Interpretation gilt ein T-Wert zwischen 40 und 60 als durchschnittlich, darüber als über-, darunter als unterdurchschnittlich. Entscheidend ist aber der Umgang mit den Bändern: Zwei Werte – ob zweimal dieselbe Person oder zwei verschiedene Skalen – unterscheiden sich erst dann bedeutsam, wenn sich ihre Bänder nicht überschneiden. Fällt ein Wert bei einer Wiederholungsmessung von 30 auf 27, ist das noch keine Veränderung, weil sich die Rohwerte-Bänder überlappen. Rohwerte dürfen zudem nicht über Skalen hinweg verglichen werden – schon die unterschiedliche Itemzahl verschiebt die Wertebereiche; dafür sind die T-Werte-Bänder da.
Die Neunormierung der SELLMO-S beruht auf 3.348 Schülerinnen und Schülern der Klassen 3 bis 10 aus 38 Schulen in sieben Bundesländern, erhoben im Schuljahr 2011/2012 von geschulten Testleitungen im Klassenverband und ohne Anwesenheit der Lehrkraft. Die Verteilung auf die Schulformen folgt den Angaben des Statistischen Bundesamtes, sodass die Stichprobe als für Deutschland ausreichend repräsentativ gilt. Die internen Konsistenzen liegen in der Gesamtstichprobe zwischen α = .75 (Lernziele) und α = .82 (Arbeitsvermeidung), die Split-Half-Reliabilitäten zwischen .73 und .78. Ein Blick auf die Teilstichproben lohnt sich: In der fünften Klasse fällt die Skala Lernziele mit α = .58 deutlich ab, während sie ab der siebten Klasse durchgängig bei .79 liegt – bei jüngeren Kindern ist dieser Wert also zurückhaltender zu lesen. Die Retest-Reliabilität über ein halbes Jahr, in dem ein Zwischenzeugnis lag, beträgt .54 bis .63; das passt zum Konstrukt, denn Zielorientierungen sind veränderbar. Für die Validität sprechen erwartungskonforme Zusammenhänge mit einem anderen Zielverfahren und mit Schulnoten sowie schwache oder fehlende Zusammenhänge mit nicht verwandten Konstrukten wie Prüfungsängstlichkeit oder Fähigkeitskonzept.
Spinath, B., Stiensmeier-Pelster, J., Schöne, C., & Dickhäuser, O. (2012). SELLMO – Skalen zur Erfassung der Lern- und Leistungsmotivation (2., überarbeitete und neu normierte Auflage). Göttingen: Hogrefe.
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