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Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung des SDQ auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?

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Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?

Online Auswertung des SDQ

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SDQ digital auswerten

SDQ – Fragebogen zu Stärken und Schwächen

Der SDQ ist ein kurzes Screening-Verfahren für psychische Auffälligkeiten und Ressourcen bei Kindern und Jugendlichen. Seine Besonderheit steckt im Namen: Neben Problemen erfasst der SDQ ausdrücklich auch prosoziales Verhalten, und ein Teil der Items ist positiv formuliert. Das verändert den Charakter der Befragung – Eltern, Lehrkräfte und Jugendliche beschreiben nicht nur, was nicht gelingt. Mit 25 Items ist der SDQ so ökonomisch, dass er sich für Reihenuntersuchungen, Schule, Prävention und epidemiologische Studien ebenso eignet wie für die klinische Eingangsdiagnostik.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Der SDQ besteht aus 25 Items auf fünf Skalen mit je fünf Items:

  • Emotionale Probleme – Ängste, Sorgen, Niedergeschlagenheit, psychosomatische Beschwerden
  • Verhaltensprobleme – oppositionelles, aggressives und normabweichendes Verhalten
  • Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsprobleme – Unruhe, Konzentrationsprobleme, Impulsivität
  • Probleme mit Gleichaltrigen – soziale Schwierigkeiten, Isolation, Konflikte in der Peergruppe
  • Prosoziales Verhalten – Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Kooperation; als Ressource erfasst

Die Items werden dreistufig beantwortet: 0 = nicht zutreffend, 1 = teilweise zutreffend, 2 = eindeutig zutreffend. Der SDQ liegt für mehrere Beurteilerperspektiven vor – als Fremdbeurteilung durch Eltern und Lehrkräfte für Kinder und Jugendliche von 4 bis 17 Jahren, als Selbstbeurteilung für Jugendliche etwa ab 11 Jahren sowie in einer angepassten Fassung mit 22 Items für Kinder von 2 bis 4 Jahren. Für Populationsstudien lassen sich die Problemskalen alternativ zu je zehn Items internalisierender und externalisierender Probleme zusammenfassen.

Durchführung

Der SDQ wird als Selbst- oder Fremdbeurteilungsbogen einzeln oder in Gruppen vorgegeben. Beurteilt wird das Verhalten der letzten sechs Monate beziehungsweise des zurückliegenden Schuljahres; für Verlaufsmessungen existieren Folgeversionen, die sich auf den letzten Monat beziehen. Die Instruktion ist bewusst einfach gehalten, sodass der Fragebogen auch außerhalb klinischer Settings einsetzbar ist.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des SDQ kann im Papierverfahren von Hand über einen Auswertungsbogen erfolgen – die Autoren des Verfahrens raten davon allerdings ausdrücklich ab und empfehlen eine computergestützte Auswertung, weil Umkodierung, Skalenbildung und Kategorisierung von Hand fehleranfällig sind. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Umkodierung: Fünf positiv formulierte Items müssen umgepolt werden, bevor sie in die Problemskalen eingehen – eine der häufigsten Fehlerquellen bei der Handauswertung.
  2. Rohwertberechnung: Je Skala werden die fünf Itemwerte zu einem Wert zwischen 0 und 10 addiert.
  3. Gesamtproblemwert: Die vier Problemskalen – ohne prosoziales Verhalten – werden zu einem Gesamtwert zwischen 0 und 40 zusammengefasst. Prosoziales Verhalten bleibt bewusst außen vor: Es ist keine Problemdimension, sondern eine Ressource.
  4. Kategorisierung: Für jede Skala und den Gesamtproblemwert bestehen Grenzwerte, die eine Einordnung als unauffällig, grenzwertig oder auffällig erlauben. Die Grenzwerte unterscheiden sich je nach Beurteilerperspektive – Eltern, Lehrkräfte und Jugendliche beurteilen dieselben Verhaltensweisen unterschiedlich streng.
  5. Interpretation: Hohe Werte auf den Problemskalen weisen auf stärkere Auffälligkeiten hin, hohe Werte im prosozialen Verhalten auf eine Ressource. Als Screening liefert der SDQ Hinweise für weiterführende Diagnostik – eine Diagnose begründet er nicht.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die deutsche Fassung des SDQ ist breit untersucht. Die interne Konsistenz der Gesamtproblemskala liegt bei α = .74 im Selbsturteil und α = .81 im Elternurteil; für die Subskalen fallen die Werte erwartungsgemäß niedriger aus – bei fünf Items je Skala und inhaltlich breit angelegten Dimensionen ist das der Preis der Ökonomie und ein Grund, Einzelskalen nicht zu überinterpretieren. Die Fünf-Faktoren-Struktur wurde faktorenanalytisch mehrfach bestätigt. Der SDQ korreliert erwartungskonform mit etablierten Breitbandverfahren wie der CBCL und trennt zwischen klinischen und nicht-klinischen Gruppen. Die unterschiedliche Sicht der Beurteilerperspektiven ist dabei kein Mangel, sondern diagnostische Information: Weichen Eltern-, Lehrer- und Selbsturteil voneinander ab, verweist das auf Situationsabhängigkeit des Verhaltens. Für nicht-kommerzielle Zwecke ist der SDQ kostenfrei verfügbar, was seine weite Verbreitung in Forschung und Versorgung erklärt.

Klasen, H., Woerner, W., Rothenberger, A., & Goodman, R. (2003). Die deutsche Fassung des Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ-Deu) – Übersicht und Bewertung erster Validierungs- und Normierungsbefunde. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 52, 491–502.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

Werten Sie den SDQ und über 50 weitere etablierte klinische Testverfahren aus. Fehlt ein spezifisches Verfahren für Ihre Einrichtung? Gerne implementieren wir jeden zusätzlichen Test.

Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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