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Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung der SCL-90-R auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?
Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?
Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?
Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc
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Beispiel-TestbefundNie mehr rechnen · Nie mehr Normwerte suchen · Nie mehr Excel-Tabellen
Die SCL-90-R ist die revidierte Langform der Symptom-Checklisten und wird international in Forschung und Versorgung eingesetzt. Erfasst wird kein überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein Zustand: die empfundene Beeinträchtigung durch 90 körperliche und psychische Beschwerden in den vergangenen sieben Tagen. Das Manual ordnet die SCL-90-R ausdrücklich als Screening-Instrument ein – sie beschreibt das aktuelle Belastungsniveau und ersetzt keine psychiatrische Diagnostik.
83 der 90 Items der SCL-90-R bilden neun Skalen:
Die übrigen sieben Zusatzitems zu Appetit, Schlaf, Todesgedanken und Schuldgefühlen bilden keine Skala, werden separat ausgewertet und gehen in die drei Globalen Kennwerte der SCL-90-R ein: GSI (grundsätzliche Belastung), PSDI (Intensität der Antworten) und PST (Anzahl der belastenden Symptome).
Die SCL-90-R ist bei Jugendlichen ab zwölf Jahren und bei Erwachsenen anwendbar und wird einzeln wie in Gruppen vorgegeben. Jedes Item wird fünfstufig von „überhaupt nicht" (0) über „ein wenig", „ziemlich" und „stark" bis „sehr stark" (4) beurteilt. Das Ausfüllen dauert zehn bis 15 Minuten, die Instruktion eine bis fünf. Der Bezugszeitraum der vergangenen sieben Tage ist Teil der Normierung: Wird er verändert, sind die Normen des Manuals nicht mehr anwendbar. Bei floride psychotischen Personen und bei Zweifeln am Textverständnis ist von der Anwendung abzusehen.
Die Auswertung der SCL-90-R erfolgt im Papierverfahren von Hand über Auswertungsschablonen, das Auswertungsschema und die Normtabellen des Anhangs. Jeder Schritt – Summieren, Dividieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:
Zwischen T = 40 und T = 60 liegen zwei Drittel der Normgruppe. Für Prä-Post-Vergleiche weist das Manual der SCL-90-R kritische Differenzen aus; ein erkannter „Fall" verlangt eine weiterführende Untersuchung.
Die Normen der SCL-90-R beruhen auf drei deutschsprachigen Stichproben: einer 1996 bundesweit erhobenen repräsentativen Eichstichprobe von 2.141 Erwachsenen, 857 Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren aus der Bremer Jugendstudie und 800 Studierenden. Die interne Konsistenz der neun Skalen liegt in der Eichstichprobe zwischen α = .75 (Phobische Angst) und α = .87 (Depressivität), bei den Jugendlichen zwischen .64 und .84, bei Studierenden zwischen .60 und .86; GSI, PSDI und PST erreichen dort wie in den klinischen Stichproben α ≥ .96. Die Retest-Reliabilität über eine Woche liegt an 80 Medizinstudierenden zwischen r = .69 und .92. Die faktorielle Validität der SCL-90-R bleibt strittig: In der Eichstichprobe klärt die Fünf-Faktoren-Lösung 41,6 % der Varianz auf, ohne die neun Skalen abzubilden; die Skalen korrelieren dort im Mittel zu r = .67, was das Manual als Skalenredundanz einordnet.
Franke, G. H. (2002). SCL-90-R – Die Symptom-Checkliste von L. R. Derogatis (Deutsche Version) (2., vollst. überarb. Aufl.). Göttingen: Beltz Test.
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Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)
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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)
Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied
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