In unter 3 Minuten zum Testergebnis

SCL-90-S & SCL-90-R digital auswerten

Mit unserem Auswertungsprogramm für psychologische Testverfahren nutzen Sie Ihre Zeit wieder für das Wichtigste: Ihre Patient:innen.

  • Bis zu 90% Zeitersparnis
  • Fehlerfreie Auswertung
  • Flexibler Befundexport
  • Alle Tests in einem Programm
Kostenlos starten

Nie mehr selber rechnen • Nie mehr Normwerte suchen • Nie mehr Excel-Tabellen

Our application

Testauswertung in Ihrem Klinik- oder Praxisalltag

Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung der SCL-90-S und SCL-90-R auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?

Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?

Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?

Online Auswertung der SCL-90-S und SCL-90-R

Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc

Unternehmenslogo JohanniterUnternehmenslogo LVRUnternehmenslogo vitosUnternehmenslogo Kliniken OstalbUnternehmenslogo Zentrum für Integrative Psychatrie

Schnell & fehlerfrei

Von der intuitiven Rohwert-Eingabe zum vollständigen und validen Testergebnis in unter 3 Minuten. Automatische Auswertung ohne Übertragungs- und Rechenfehler.

Kostenlos ausprobieren

Maximale Datensicherheit

Wir speichern keinerlei Patientendaten. Wir setzen auf absolute Datensparsamkeit und nutzen ausschließlich Serverstandorte in Deutschland mit ISO 27001 Zertifizierung.

Mehr zum Datenschutz

Flexibler Befundexport

Exportieren Sie Ihren Testbefund als PDF in Ihrem individuellen Design. Alternativ kopieren Sie Ihre Testergebnisse mit nur einem Klick in Ihr PVS, KIS oder Dokument.

Beispiel-Testbefund

Nie mehr Excel-Tabellen · Nie mehr Normwerte suchen

SCL-90-S & SCL-90-R digital auswerten

SCL-90-S und SCL-90-R – Symptom-Checkliste-90

Die SCL-90-S und die SCL-90-R erfassen die psychische Belastung auf symptomatischer Ebene: wie stark sich eine Person in den vergangenen sieben Tagen bis heute durch 90 körperliche und psychische Beschwerden beeinträchtigt gefühlt hat. Gemessen wird ein aktueller Zustand; überdauernde Persönlichkeitsmerkmale liegen außerhalb des Verfahrens. Beide Ausgaben dienen als Screening und zur Beschreibung des Belastungsniveaus über neun Symptombereiche hinweg, ersetzen aber keine psychiatrische Diagnostik. Wegen des kurzen Bezugszeitraums werden sie besonders häufig zur Verlaufsmessung eingesetzt. Die SCL-90-S (Hogrefe, 2014) ist die aktuelle Ausgabe, die SCL-90-R (Beltz, 2002) ihre revidierte Vorgängerin, die in Forschung und Versorgung weiterhin eingesetzt wird.

Aufbau und Struktur der Fragebögen

Beide Ausgaben umfassen 90 Items mit derselben Nummerierung und derselben Zuordnung zu den Skalen. 83 Items bilden neun Skalen:

  • Somatisierung – körperliche Dysfunktionen kardiovaskulärer, gastrointestinaler oder respiratorischer Art (12 Items)
  • Zwanghaftigkeit – aufdrängende Gedanken, Kontrollzwänge, kognitive Leistungsstörungen (10 Items)
  • Unsicherheit im Sozialkontakt – Unzulänglichkeits- und Minderwertigkeitsgefühle gegenüber anderen (9 Items)
  • Depressivität – dysphorische Stimmung, Antriebsverlust, Hoffnungslosigkeit, Suizidgedanken (13 Items)
  • Ängstlichkeit – Nervosität, Anspannung, Schreck- und Panikerleben (10 Items)
  • Aggressivität/Feindseligkeit – Reizbarkeit, Zorn, aggressive Impulse (6 Items)
  • Phobische Angst – anhaltende unangemessene Furcht mit Vermeidungsverhalten (7 Items)
  • Paranoides Denken – Misstrauen, Gedankenprojektion, Beziehungsideen (6 Items)
  • Psychotizismus – Entfremdung und Isolation bis hin zu psychotischem Erleben (10 Items)

Die übrigen sieben Zusatzitems zu Appetit, Schlaf, Todesgedanken und Schuldgefühlen bilden keine Skala und werden separat betrachtet. Alle 90 Items gehen in drei Globale Kennwerte ein, die unterschiedliche Aspekte derselben Belastung abbilden:

  • GSI (Global Severity Index) – die grundsätzliche psychische Belastung
  • PSDI (Positive Symptom Distress Index) – die Intensität der Antworten, also wie stark die genannten Symptome belasten
  • PST (Positive Symptom Total) – die Anzahl der Symptome, bei denen überhaupt eine Belastung angegeben wurde

Erst zusammen ergeben die drei ein tragfähiges Bild: Ein hoher PST bei niedrigem PSDI beschreibt viele, aber wenig belastende Symptome, das umgekehrte Muster wenige, dafür schwer belastende.

Die beiden Ausgaben unterscheiden sich in ihren Normen und in den Regeln für fehlende Antworten. Welche Ausgabe vorliegt, zeigen Titel und Verlag auf dem Fragebogen: „SCL-90-S" bei Hogrefe, „SCL-90-R" bei Beltz Test. Da Itemnummern und Skalen übereinstimmen, entscheidet die Wahl der Ausgabe über die Normgrundlage.

Durchführung

Die SCL-90-S und die SCL-90-R werden als Selbstbeurteilungsbogen einzeln wie in Gruppen vorgegeben. Jedes Item wird fünfstufig von „überhaupt nicht" (0) über „ein wenig", „ziemlich" und „stark" bis „sehr stark" (4) beurteilt. Eine Zeitbegrenzung besteht nicht; das Ausfüllen dauert zehn bis 15 Minuten, die Instruktion laut SCL-90-R-Manual eine bis fünf. Die SCL-90-R ist bei Jugendlichen ab zwölf Jahren und bei Erwachsenen anwendbar; die Normen der SCL-90-S beginnen mit 16 Jahren. Der Bezugszeitraum der vergangenen sieben Tage ist Teil der Normierung: Wird er verändert, sind die Normen nicht mehr anwendbar. Bei floride psychotischen Personen und bei Zweifeln am Textverständnis ist von der Anwendung abzusehen.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung der SCL-90-S und der SCL-90-R erfolgt im Papierverfahren von Hand über Auswertungsbogen bzw. Auswertungsschablonen, das Auswertungsschema und die Normtabellen des jeweiligen Manuals. Jeder Schritt – Summieren, Dividieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwerte: Je Skala werden die Itemwerte summiert und durch die Itemzahl geteilt; zusätzlich wird ausgezählt, bei wie vielen Items eine Antwort größer null vorliegt. Die sieben Zusatzitems liefern nur einen Summenwert.
  2. Globale Kennwerte: Die Summe aller zehn Summenwerte geteilt durch 90 ergibt den GSI, die Summe der Belastungstendenzen den PST, die Gesamtsumme geteilt durch den PST den PSDI.
  3. Fehlende Antworten: Jede fehlende Antwort verringert den Divisor der Skala und des GSI. Für die SCL-90-R gilt je Skala eine eigene Obergrenze zwischen einem fehlenden Item (Aggressivität/Feindseligkeit, Paranoides Denken) und vier (Somatisierung, Depressivität); über den ganzen Bogen sind bis zu 18 zulässig.
  4. Normierung: Die Rohwerte werden in T-Werte überführt. Für die SCL-90-S stehen Normen einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe getrennt nach Geschlecht und sechs Altersgruppen von 16 bis 75 Jahren zur Verfügung, ergänzt um geschlechtsspezifische Normen für Studierende. Die SCL-90-R bietet nach Geschlecht getrennte Tabellen für acht Altersgruppen von 12–14 bis ab 70 Jahren, altersunabhängige Tabellen für Erwachsene sowie eigene Normen für Studierende; dort wird über eine Flächentransformation normiert, da die Verteilungen linkssteil sind, und oberhalb von T = 80 nicht weiter differenziert.
  5. Interpretation: Höhere Werte stehen für eine stärkere Belastung. Das Skalenprofil zeigt die Schwerpunkte, der GSI das Gesamtniveau; eingeordnet wird immer im Vergleich zur passenden Normgruppe. Das Manual der SCL-90-R beschreibt dafür fünf Schritte: Zuerst die Falldefinition – als auffällig belastet gilt, wer im GSI einen T-Wert ab 63 erreicht und/oder auf mindestens zwei Skalen. Danach werden die Globalen Kennwerte und die neun Skalen am Kriterium T ≥ 60 geprüft (60–64 leicht, 65–69 deutlich, 70–74 stark, 75–80 sehr stark erhöht), anschließend bei auffälligen Skalen die Einzelitems und zuletzt die sieben Zusatzitems nach der Faustregel Itemwert ≥ M + 1 SD der Normgruppe.

Zwischen T = 40 und T = 60 liegen zwei Drittel der Normgruppe. Für Prä-Post-Vergleiche weist das Manual der SCL-90-R kritische Differenzen aus. Erhöhte Werte sind in beiden Ausgaben Anlass für eine weiterführende Untersuchung; eine Diagnose lässt sich aus ihnen allein nicht ableiten.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normierung der SCL-90-S beruht auf einer bevölkerungsrepräsentativen deutschsprachigen Stichprobe von 2.025 Personen im Alter von 16 bis 75 Jahren, erhoben 2011 und 2012; die T-Normen sind nach Geschlecht und Alter getrennt ausgewiesen. Für Studierende liegt eine eigene Normstichprobe von 1.061 Personen vor, ebenfalls geschlechtsspezifisch. Die interne Konsistenz der Skalen und Globalen Kennwerte liegt zwischen α = .76 und .98, die Retest-Reliabilität wird als zufriedenstellend bis gut ausgewiesen. Die inhaltliche Validität stützt sich auf die Trennschärfen der Items, die konvergente Validität auf Zusammenhänge mit verwandten Verfahren.

Die Normen der SCL-90-R beruhen auf drei deutschsprachigen Stichproben: einer 1996 bundesweit erhobenen repräsentativen Eichstichprobe von 2.141 Erwachsenen, 857 Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren aus der Bremer Jugendstudie und 800 Studierenden. Die interne Konsistenz der neun Skalen liegt in der Eichstichprobe zwischen α = .75 (Phobische Angst) und α = .87 (Depressivität), bei den Jugendlichen zwischen .64 und .84, bei Studierenden zwischen .60 und .86; GSI, PSDI und PST erreichen dort wie in den klinischen Stichproben α ≥ .96. Die Retest-Reliabilität über eine Woche liegt an 80 Medizinstudierenden zwischen r = .69 und .92. Die faktorielle Validität der SCL-90-R bleibt strittig: In der Eichstichprobe klärt die Fünf-Faktoren-Lösung 41,6 % der Varianz auf, ohne die neun Skalen abzubilden; die Skalen korrelieren dort im Mittel zu r = .67, was das Manual als Skalenredundanz einordnet.

Franke, G. H. (2014). SCL-90-S – Symptom-Checklist-90-Standard. Göttingen: Hogrefe.

Franke, G. H. (2002). SCL-90-R – Die Symptom-Checkliste von L. R. Derogatis (Deutsche Version) (2., vollst. überarb. Aufl.). Göttingen: Beltz Test.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

Werten Sie die SCL-90-S und SCL-90-R und über 50 weitere etablierte klinische Testverfahren aus. Fehlt ein spezifisches Verfahren für Ihre Einrichtung? Gerne implementieren wir jeden zusätzlichen Test.

Das sagen unsere Nutzer:innen

Unternehmenslogo

Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

Unternehmenslogo

Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

Nie mehr Excel-Tabellen · Nie mehr Normwerte suchen

SCL-90-S & SCL-90-R digital auswerten