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SASKO-J digital auswerten

SASKO-J – Fragebogen zu sozialer Angst und sozialen Kompetenzdefiziten (Version für Jugendliche)

Der SASKO-J trennt zwei Dinge, die im Alltag leicht ineinanderfallen: die Angst vor sozialen Situationen und das Können in ihnen. Wer sich zurückzieht, kann das aus Furcht vor Bewertung tun – oder weil ihm die Mittel fehlen, Kontakt herzustellen und soziale Signale richtig zu lesen. Für die Behandlung ist das ein entscheidender Unterschied, denn Expositionsverfahren und Kompetenztraining setzen an verschiedenen Punkten an. Der SASKO-J erhebt beides im Selbsturteil von Jugendlichen und ist die Jugendfassung des SASKO für Erwachsene.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Die Gesamtskala des SASKO-J umfasst 40 Items in vier Subskalen, die sich zu zwei Bereichen gruppieren.

Soziale Angst:

  • Sprech- und Mittelpunktsangst (12 Items) – Angst davor, vor anderen zu sprechen oder im Mittelpunkt zu stehen
  • Angst vor Ablehnung (10 Items) – die Befürchtung, negativ bewertet oder zurückgewiesen zu werden

Soziale Defizite:

  • Interaktionsdefizite (10 Items) – Schwierigkeiten, Kontakte herzustellen und aufrechtzuerhalten
  • Informationsverarbeitungsdefizite (8 Items) – Probleme, soziale Signale zu bemerken und zutreffend zu deuten

Hinzu kommt eine Zusatzskala Einsamkeit mit vier Items. Sie geht bewusst nicht in den Gesamtwert ein: Einsamkeit ist eine mögliche Folge sozialer Angst und sozialer Defizite, nicht ihr Bestandteil – sie würde den Gesamtwert sonst verfälschen. Beantwortet wird durchgehend vierstufig.

Durchführung

Der SASKO-J ist für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren vorgesehen und wird als Selbstbeurteilung eingesetzt, einzeln wie in Gruppen. Die Bearbeitung dauert etwa 5 bis 10 Minuten – kurz genug, um ihn in eine Eingangsdiagnostik einzufügen oder im Therapieverlauf mehrfach vorzugeben. Vor der Auswertung ist zu entscheiden, gegen welche Referenzgruppe verglichen werden soll: gegen unauffällige Jugendliche oder gegen Patientinnen und Patienten mit einer sozialen Phobie. Diese Wahl bestimmt die Normtabelle und damit die Bedeutung jedes Ergebnisses.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des SASKO-J erfolgt im Papierverfahren von Hand über Auswertungsbogen und Normtabellen; der Verlag veranschlagt dafür etwa fünf Minuten. Jeder Schritt – Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und bei fünf Skalen in je drei Normwertarten vervielfacht sich das Nachschlagen. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwertbildung: Für jede der vier Subskalen, für die Zusatzskala Einsamkeit und für die Gesamtskala werden die Itemwerte summiert. In die Gesamtskala gehen ausschließlich die 40 Items der vier Subskalen ein.
  2. Normierung: Zu jedem Rohwert werden z-Wert, T-Wert und Prozentrang abgelesen – getrennt nach der gewählten Referenzgruppe. Eine Trennung nach Geschlecht sieht das Verfahren nicht vor.
  3. Profil statt Gesamtwert: Der eigentliche Ertrag liegt im Vergleich der vier Subskalen. Ein Profil mit hohen Angst- und unauffälligen Defizitwerten verweist auf einen anderen Ansatzpunkt als eines, bei dem beide Bereiche erhöht sind.
  4. Trennwerte: Für die Gesamtskala und die Subskalen liegen Cut-off-Werte vor, die das wahrscheinliche Vorliegen einer sozialen Angststörung anzeigen. Sie begründen eine weitere Abklärung und ersetzen keine Diagnose.
  5. Einsamkeit als Zusatzinformation: Die Zusatzskala beschreibt den subjektiven Leidensdruck. Ein hoher Wert bei unauffälligen Angstwerten ist ein eigener Befund und kein Widerspruch.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Normwerte des SASKO-J liegen für zwei Gruppen vor: 343 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 19 Jahren sowie 31 Patientinnen und Patienten mit der Diagnose soziale Phobie desselben Altersbereichs. Die interne Konsistenz der Gesamtskala erreicht in drei Schülerstichproben α = .92 bis .94 und in zwei klinischen Stichproben α = .95 bis .96. Die Retest-Reliabilität über vier Wochen beträgt für die Gesamtskala rtt = .87, für die Subskalen rtt = .62 bis .77 – dass die Einzelskalen deutlich niedriger liegen, ist bei 8 bis 12 Items erwartbar und ein Grund, das Profil nicht zu überinterpretieren. Das Fünf-Faktoren-Modell des SASKO ließ sich durch eine konfirmatorische Faktorenanalyse auch für die Jugendfassung bestätigen. Zur Trennschärfe: Die Gesamtskala erreicht eine Sensitivität von 81 % und eine Spezifität von 83 %; für die Subskalen liegen die Werte je nach Entscheidungskontext zwischen 61 und 87 % beziehungsweise zwischen 62 und 88 %. Die klinische Normstichprobe ist mit 31 Personen klein – Vergleiche gegen diese Referenzgruppe sind entsprechend zurückhaltend zu lesen.

Fernandez Castelao, C., Kolbeck, S., & Ruhl, U. (2017). SASKO-J – Fragebogen zu sozialer Angst und sozialen Kompetenzdefiziten – Version für Jugendliche. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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