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Beispiel-TestbefundNie mehr rechnen · Nie mehr Normwerte suchen · Nie mehr Excel-Tabellen
Der SASKO ist ein wissenschaftlich fundiertes Selbstbeurteilungsverfahren zur differenzierten Erfassung klinisch relevanter sozialer Ängste und sozialer Kompetenzdefizite. In der klinischen Praxis werden soziale Ängste und soziale Defizite häufig in einem Atemzug genannt, obwohl sie ein unterschiedliches therapeutisches Vorgehen erfordern – Expositionsübungen bei sozialen Ängsten, Training sozialer Kompetenzen bei sozialen Defiziten. Der SASKO schließt diese Lücke, indem er beide Konstrukte unabhängig voneinander abbildet. Erfasst werden damit zwei zentrale Komponenten der Sozialen Phobie: die emotionale Komponente der sozialen Angst und die als Defizit verstandene Beeinträchtigung im sozialen Verhalten und in der sozialen Informationsverarbeitung.
Die Endform des SASKO umfasst 40 Items, die sich auf vier Subskalen verteilen und zwei übergeordneten Dimensionen zugeordnet sind:
Dimension Angst:
Dimension Defizite:
Aus den vier Subskalen wird eine Gesamtskala SASKO (40 Items) gebildet. Ergänzend enthält der Fragebogen eine Zusatzskala Einsamkeit (EINSAM) mit 4 Items, die einen selbst wahrgenommenen Mangel an sozialen Kontakten erfasst und als Screening dient.
Der SASKO ist für Erwachsene konzipiert und wird selbstständig bearbeitet. Es gibt keine Zeitbegrenzung; die Bearbeitung dauert erfahrungsgemäß etwa 5 bis 10 Minuten. Die Items werden auf einer vierstufigen Skala beantwortet, die von 0 (nie) über 1 (manchmal) und 2 (häufig) bis 3 (immer/meistens) reicht; alle Items sind so gepolt, dass höhere Werte eine stärkere Merkmalsausprägung anzeigen. Um Antwortverfälschungen zu vermeiden, wird der Fragebogen neutral als „Fragebogen zur Selbstbeschreibung in sozialen Situationen" vorgestellt.
Die Auswertung erfolgt in mehreren Schritten:
Die Normwerte beruhen auf einer Stichprobe gesunder Erwachsener (N = 413; 18–78 Jahre) sowie einer klinischen Vergleichsgruppe von Patientinnen und Patienten mit Sozialphobie (N = 68). Da das Geschlecht einen signifikanten Einfluss auf die Testwerte hat, stehen zusätzlich geschlechtsspezifische Referenzwerte zur Verfügung. Die psychometrischen Kennwerte sind gut: Die interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) der Gesamtskala liegt über die Stichproben hinweg zwischen .92 und .94, die der Subskalen zwischen .76 und .89. Die faktorielle Validität bestätigt die vier Subskalen, wobei die Angst-Faktoren untereinander und die Defizit-Faktoren untereinander jeweils höher korrelieren – ein Beleg für die intendierte differenzialdiagnostische Trennung. Die klinische Validierungsstudie zeigt deutlich höhere Werte bei Patienten mit Sozialphobie als bei gesunden Personen und stützt damit die Sensitivität des Verfahrens. Der besondere Wert des SASKO liegt in der einzelfallbezogenen Abbildung der individuellen Konstellation aus sozialen Ängsten und sozialen Defiziten, die eine gezieltere Therapieplanung ermöglicht.
Kolbeck, S., & Maß, R. (2009). SASKO. Fragebogen zu sozialer Angst und sozialen Kompetenzdefiziten. Göttingen: Hogrefe.
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Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)
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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)
Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied
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