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PHOKI digital auswerten

PHOKI – Phobiefragebogen für Kinder und Jugendliche

Der PHOKI erfasst phobische Ängste im Kindes- und Jugendalter über eine ungewöhnlich breite Liste konkreter Objekte und Situationen – von Tieren über Dunkelheit und medizinische Eingriffe bis zu sozialen und schulischen Situationen. Er ist die deutschsprachige Überarbeitung des international vielfach untersuchten Fear Survey Schedule for Children – Revised und folgt dessen Grundgedanken: Statt nach Angst im Allgemeinen zu fragen, wird sie an vielen einzelnen Auslösern konkret abgefragt. Das ergibt ein Angstprofil, das für Therapieplanung und Verlaufskontrolle unmittelbar nutzbar ist.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Der PHOKI umfasst 98 Items: 96 beschreiben Ängste vor bestimmten Objekten und Situationen, zwei weitere sind offen gehalten. In ihnen können nicht aufgeführte Ängste beschrieben und das eigene Angstausmaß im Vergleich zu Gleichaltrigen eingeschätzt werden. Beantwortet wird dreistufig: 0 = gar nicht, 1 = manchmal, 2 = oft.

Die 96 Items des PHOKI bilden sieben Subskalen und eine Gesamtskala:

  • Angst vor Gefahren und Tod (GT) – 15 Items, etwa vor scharfen Gegenständen, toten Menschen oder Feuer
  • Trennungsängste (TÄ) – 15 Items, etwa allein zu Hause zu bleiben
  • Soziale Ängste (SÄ) – 12 Items, etwa dumm auszusehen oder kritisiert zu werden
  • Angst vor Bedrohlichem und Unheimlichem (BU) – 26 Items, etwa vor Dunkelheit, Gespenstern oder Gewitter
  • Tierphobien (TP) – 11 Items, etwa vor Spinnen, Schlangen oder Hunden
  • Angst vor medizinischen Eingriffen (ME) – 8 Items, etwa vor Spritzen oder Krankenhaus
  • Schul- und Leistungsängste (SL) – 9 Items, etwa vor der Klasse zu sprechen

Durchführung

Der PHOKI ist für Kinder und Jugendliche von 8;0 bis 18;11 Jahren vorgesehen und einzeln wie in Gruppen einsetzbar; die Bearbeitung dauert etwa 15 Minuten ohne Zeitbegrenzung. Ein eigener Antwortbogen entfällt – geantwortet wird direkt im Fragebogen. Die Instruktion wird wörtlich vorgelesen und am mitgelieferten Beispiel erläutert; dabei ist zu betonen, dass pro Frage nur eine Zahl und kein Kreuz zwischen zwei Zahlen zu setzen ist. Bei Unentschlossenheit gilt die Antwort, die eher zutrifft. Gerade bei jüngeren Kindern sollten Entwicklungsstand, Lesefähigkeit und Vorstellungsvermögen bekannt sein, und nach der Bearbeitung wird auf Vollständigkeit geachtet.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des PHOKI erfolgt im Papierverfahren von Hand über zwei Auswertungsschablonen – je eine pro Antwortseite –, einen Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals. Jeder Schritt – Auflegen, Addieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und bei 96 Items, sieben Subskalen und einer Gesamtskala summiert sich das. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Auswertbarkeit prüfen: Wurde die Bearbeitung gestört oder das Antwortverhalten durch mangelnde Testmotivation verfälscht, ist von einer Auswertung abzusehen. Der Bogen gilt als nicht auswertbar, wenn zehn oder mehr Items fehlen; je Subskala sollten höchstens zehn Prozent betroffen sein.
  2. Subskalen-Rohwerte: Die Schablone wird auf die Antwortspalten gelegt, die Werte je Subskala addiert und in den Auswertungsbogen übertragen; die Spaltensummen ergeben den Rohwert der Subskala.
  3. Gesamtwert: Er entsteht durch Addition der sieben Subskalen-Rohwerte.
  4. Normierung: Die Rohwerte werden in Prozentränge und Stanine-Werte (Mittelwert 5, Standardabweichung 2) überführt. Die Tabellen sind nach Geschlecht und zwei Altersgruppen gegliedert – 8 bis 12 und 13 bis 18 Jahre.
  5. Interpretation: Höhere Werte stehen für stärker ausgeprägte Ängste. Aussagekräftig ist vor allem das Profil: Die Gesamtskala zeigt das allgemeine Angstniveau, die Subskalen weisen auf die Bereiche, in denen eine Intervention ansetzen kann.

Ein erhöhter Wert im PHOKI beschreibt das Ausmaß berichteter Ängste, er ist keine Diagnose. Das Manual führt das an einem Fallbeispiel vor, in dem die Diagnose erst aus der Zusammenschau von Profil, weiteren Verfahren und einer Diagnose-Checkliste entsteht.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die internen Konsistenzen der Subskalen und der Gesamtskala des PHOKI liegen zwischen α = .70 und α = .93. Die Skalenstruktur lässt sich faktorenanalytisch nur teilweise absichern – das Manual benennt das als Einschränkung. Für die Validität sprechen die für das Kindes- und Jugendalter typischen Alters- und Geschlechtseffekte, die sich im PHOKI nachweisen lassen, sowie deutlich höhere Werte bei Kindern und Jugendlichen mit emotionalen Störungen. Bei der Normierung ist die Grundlage mitzudenken: Sie beruht auf einer Zufallsstichprobe von 600 in Köln gemeldeten Kindern und Jugendlichen deutscher Staatsangehörigkeit, von denen 277 antworteten – eine Rücklaufquote von 46 Prozent. Das Geschlechterverhältnis ist ausgewogen, der Altersdurchschnitt liegt bei 12,6 Jahren. Das Manual weist selbst darauf hin, dass spontan Antwortende stärkere Ängste berichteten als jene, die erst nach telefonischer Erinnerung teilnahmen, und dass die Häufigkeit von Ängsten in dieser Stichprobe daher eher über- als unterschätzt sein dürfte.

Döpfner, M., Schnabel, M., Goletz, H., & Ollendick, T. H. (2006). PHOKI – Phobiefragebogen für Kinder und Jugendliche. Deutschsprachige Überarbeitung des Fear Survey Schedule for Children – Revised (FSSC-R). Göttingen: Hogrefe.

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

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