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Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?

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Online Auswertung der Mini-SCL

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Mini-SCL digital auswerten

Mini-SCL – Mini-Symptom-Checklist

Die Mini-SCL erfasst die psychische Belastung einer Person in den zurückliegenden sieben Tagen – mit 18 Fragen und in ein bis zwei Minuten. Sie ist die kürzeste Fassung der Symptom-Checklisten-Familie und dort angesiedelt, wo die längeren Verfahren am Zeitbudget scheitern: als Screening zu Beginn einer Behandlung, als Verlaufsmaß über mehrere Messzeitpunkte und in Studien, die daneben noch viele weitere Instrumente erheben. Was sie liefert, ist eine Einordnung des Belastungsniveaus – keine Diagnose.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Die Mini-SCL besteht aus drei Skalen mit je sechs Items:

  • Depressivität (DEPR) – von gedrückter Stimmung und Interessenverlust bis zu Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken
  • Ängstlichkeit (ANGS) – Nervosität, Anspannung und Ruhelosigkeit ebenso wie Schreck- und Panikerleben
  • Somatisierung (SOMA) – körperliche Beschwerden mit starker autonomer Beteiligung, etwa kardiovaskulärer, gastrointestinaler und respiratorischer Art

Aus allen 18 Items entsteht der Globale Kennwert GSI (Global Severity Index), der die grundsätzliche psychische Belastung abbildet und laut Manual ihr bester Einzelindikator ist. Die Items stammen aus der Brief-Symptom-Checklist: Depressivität und Ängstlichkeit wurden vollständig übernommen, Somatisierung von sieben auf sechs Items gekürzt. Beantwortet wird fünfstufig von „überhaupt nicht" (0) über „ein wenig", „ziemlich" und „stark" bis „sehr stark" (4).

Durchführung

Die Mini-SCL richtet sich an Erwachsene sowie an Jugendliche ab etwa zwölf Jahren und wird von geschulten Testleitern vorgegeben, einzeln wie in der Gruppe. Das Ausfüllen dauert ein bis zwei Minuten, das Besprechen der Instruktion ein bis fünf. Entscheidend ist das Zeitfenster: Gefragt wird nach den vergangenen sieben Tagen bis heute. Es darf nicht verändert werden – wer einen anderen Zeitraum abfragt, kann die Normdaten nicht mehr verwenden. Weil das Verfahren so kurz ist, eignet es sich ausdrücklich für Messwiederholungen.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung der Mini-SCL erfolgt im Papierverfahren von Hand über Auswertungs- und Profilbogen: Summieren, Übertragen, Nachschlagen der T-Werte in der nach Geschlecht und Altersgruppe passenden Normtabelle. Jeder dieser Schritte ist eine mögliche Fehlerquelle, und bei einem Verfahren, dessen Bearbeitung zwei Minuten dauert, fällt die Auswertung besonders ins Gewicht. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwertbildung: Je Skala werden die sechs Itemwerte summiert; der Skalenwert liegt zwischen 0 und 24. Der GSI ist die Summe der drei Skalenwerte und reicht von 0 bis 72.
  2. Fehlende Antworten: Erlaubt sind ein fehlendes Item je Skala und drei insgesamt. Der fehlende Wert wird durch den gerundeten Mittelwert der übrigen Items derselben Skala ersetzt – und muss auch in den GSI eingehen.
  3. Normierung: Die Summenwerte werden in T-Werte überführt, getrennt nach Geschlecht und nach sechs Altersgruppen von 16 bis 75 Jahren. Sind Alter oder Geschlecht unbekannt, gibt es eine eigene Tabelle. T-Werte über 80 werden auf 80 gesetzt.
  4. Interpretation: Als Faustregel nennt das Manual T-Werte von 60 bis 64 als leicht, 65 bis 69 als deutlich, 70 bis 74 als stark und 75 bis 80 als sehr stark erhöht. Die aus den klinischen Stichproben abgeleiteten Trennwerte pendeln um T = 60, weshalb es sich empfiehlt, gleich auf T-Wert-Ebene auszuwerten.
  5. Veränderungsmessung: Für Prä-Post-Vergleiche weist das Manual kritische Differenzen aus. Erst wenn die Differenz zweier Messungen sie überschreitet, ist die Veränderung statistisch bedeutsam – und auch dann nicht automatisch klinisch relevant.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normwerte der Mini-SCL beruhen auf einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe von 2.025 deutschsprachigen Erwachsenen zwischen 16 und 75 Jahren, erhoben 2011/2012 nach dem ADM-Design mit ausgewogenem Geschlechterverhältnis. Als klinische Vergleichsstichprobe dienen 3.200 ambulante Psychotherapieklientinnen und -klienten. Die interne Konsistenz beträgt in der Normstichprobe α = .88 für Depressivität, .80 für Ängstlichkeit, .77 für Somatisierung und .92 für den GSI; in der klinischen Stichprobe liegen die Werte mit .85, .80, .77 und .89 auf ähnlichem Niveau. Die konfirmatorische Prüfung der Drei-Faktoren-Struktur fällt in beiden Stichproben akzeptabel aus (klinisch: RMSEA = .061, CFI = .92, SRMR = .042). Die explorative Analyse repliziert die drei Skalen in der klinischen Stichprobe vollständig; in der Normstichprobe spaltet sich Ängstlichkeit dagegen auf – der Panikanteil bildet einen eigenen Faktor, die nervöse Anspannung ordnet sich der Depressivität zu. Dazu passt, dass die Skalen untereinander hoch korrelieren (klinisch r = .36 bis .60): Die Mini-SCL misst vor allem allgemeine Belastung, die Skalenprofile sind vorsichtiger zu lesen als der GSI. Konvergent korreliert Depressivität mit der Allgemeinen Depressionsskala zu r = .83 und mit dem BDI zu r = .73.

Franke, G. H. (2017). Mini-SCL – Mini-Symptom-Checklist. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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