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KoKi digital auswerten

KoKi – Konzentrationstest für Kinder

Der KoKi ist ein Leistungstest zur Erfassung der Konzentrationsfähigkeit von Kindern im Vor- und Grundschulalter. Er steht in der Tradition der Durchstreichtests: Auf jeder Testseite sind Zeichnungen von Hunden und Pferden zu sehen, und die Kinder streichen alle Hunde durch, die in Richtung einer Wurst am Zeilenrand blicken. Gemessen wird damit die Fähigkeit, eine Tätigkeit über längere Zeit schnell und genau auszuführen – unabhängig von schulisch erworbenen Fertigkeiten wie Rechnen oder Lesen. Eine Besonderheit des KoKi ist die Unablenkbarkeit: Auf der Hälfte der Seiten treten „verzauberte" Pferde auf, etwa mit Flügeln oder drei Beinen, deren ablenkende Wirkung sich im Testergebnis abbilden lässt.

Aufbau und Struktur des Tests

Der KoKi besteht aus acht Testseiten mit je 100 Items, angeordnet in zehn Zeilen. 40 Items pro Seite sind Zielobjekte – insgesamt also 320. Die übrigen 480 Zeichen sind Distraktoren in drei Kategorien: Hunde mit Blick weg von der Wurst, Pferde mit Blick zur Wurst und Pferde mit Blick weg von der Wurst. Auf vier der acht Seiten (Testteil B) kommen zusätzlich verzauberte Pferde vor, die übrigen vier Seiten (Testteil A) enthalten nur normale Pferde.

Aus der Bearbeitung werden vier normierte Kennwerte gebildet:

  • Konzentrationsleistung (KL) – Hauptkennwert, das fehlerkorrigierte Arbeitstempo
  • Arbeitstempo (BZO) – Anzahl bearbeiteter Zielobjekte
  • Genauigkeit (R%) – Anteil korrekt bearbeiteter Zielobjekte
  • Unablenkbarkeit (UABL) – Leistungsunterschied zwischen den Seiten mit und ohne verzauberte Pferde

Dazu kommen die Hilfskennwerte Auslassungsfehler (AF), Verwechslungsfehler (VF) und deren Summe F, die selbst nicht normiert sind, sondern in die Berechnung der übrigen Kennwerte eingehen.

Durchführung

Der KoKi ist für Kinder von 6 bis 12 Jahren vorgesehen, die noch die Grundschule besuchen; bei den Sechsjährigen sind auch Vorschulkinder eingeschlossen. Er kann einzeln oder in Gruppen von bis zu zehn Kindern durchgeführt werden. Instruktion und Übungsaufgaben nehmen bei Einzeluntersuchungen etwa zehn Minuten in Anspruch, die Testbearbeitung selbst genau 5 Minuten und 20 Sekunden: pro Seite 40 Sekunden, danach ohne Pause die nächste. Die Aufgabe wird kindgerecht erläutert – Hunde fressen gerne Wurst, Pferde fressen Gras –, und die verzauberten Pferde werden in der Instruktion ausdrücklich als zu ignorieren benannt.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des KoKi erfolgt im Papierverfahren von Hand über Schablonen; mit etwas Erfahrung sind dafür etwa 10 Minuten zu veranschlagen. Jeder Schritt — Auszählen, Übertragen, Nachschlagen — ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Seitenwerte; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Bearbeitungsbereich bestimmen: Als bearbeitet gelten alle Items bis zum letzten markierten Zeichen einer Seite; dieses wird eingekreist. Damit ist eindeutig festgelegt, welche Zielobjekte in die Auswertung eingehen.
  2. Fehler zählen: Nicht markierte Zielobjekte im Bearbeitungsbereich sind Auslassungsfehler (AF), markierte Distraktoren Verwechslungsfehler (VF).
  3. Rohwerte berechnen: Die Kennwerte ergeben sich rechnerisch aus BZO, AF und VF – die Konzentrationsleistung als KL = BZO − (AF + VF), die Genauigkeit als R% = 100 × KL / BZO und die Unablenkbarkeit als UABL = 100 × (KL(B) − KL(A)) / KL. Alle Kennwerte werden über alle acht Seiten gebildet, nur die Unablenkbarkeit verrechnet die Testteile A und B getrennt.
  4. Normierung: Die Rohwerte werden in Standardwerte (Mittelwert 100) und Prozentränge überführt. Es gelten reine Altersnormen – separate Normen für 6, 7, 8, 9 sowie 10 bis 12 Jahre bei Besuch der 4. Klasse; auf Geschlechtsnormen wurde verzichtet, da sich keine bedeutsamen Unterschiede zeigten.
  5. Interpretation: Standardwerte von 95 bis 105 gelten als durchschnittlich, 106 bis 110 als oberer und 90 bis 94 als unterer Durchschnittsbereich, 111 bis 120 als überdurchschnittlich und über 120 als weit überdurchschnittlich; nach unten entsprechend 80 bis 89 als unterdurchschnittlich und unter 80 als weit unterdurchschnittlich. Vorgeschaltet ist eine Prüfung der Voraussetzungen: Wurde der Test instruktionsgemäß und störungsfrei bearbeitet, und liegen keine auffälligen Fehlermuster vor? Die Unablenkbarkeit ist wegen ihrer eingeschränkten Messgenauigkeit nur als Momentaufnahme des Verhaltens bei der Testbearbeitung zu interpretieren, nicht als Fähigkeit; für sie werden bewusst keine Konfidenzintervalle ausgewiesen.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normierung des KoKi wurde 2017 und 2018 an N = 790 Vor- und Grundschulkindern der Klassen 1 bis 4 erhoben, mit separaten Normen für die Altersgruppen 6 (n = 121), 7 (n = 186), 8 (n = 169), 9 Jahre (n = 177) und 10 bis 12 Jahre in der 4. Klasse (n = 137). In allen Kennwerten zeigten sich signifikante Altersunterschiede, zwischen Jungen und Mädchen dagegen keine. Die interne Konsistenz ist für den Hauptkennwert Konzentrationsleistung mit α = .96 und für das Arbeitstempo mit α = .94 sehr hoch, für die Genauigkeit mit α = .83 moderat. Die Retest-Reliabilität über ein Intervall von 6 bis 12 Wochen liegt bei .84 (Konzentrationsleistung) und .85 (Arbeitstempo), fällt für die Genauigkeit mit .53 und die Unablenkbarkeit mit .47 deutlich niedriger aus – für prognostische Fragestellungen und Einzelfallentscheidungen sind diese beiden Kennwerte damit nur eingeschränkt geeignet. Die konvergente Validität belegen Korrelationen der Konzentrationsleistung mit dem d2-R (r = .69), der Skala Aufmerksamkeit-selektiv der IDS (r = .58), dem Wahrnehmungstempo des CFT 1-R (r = .57) und der Verarbeitungsgeschwindigkeit der WISC-IV (r = .55). Lehrkrafturteile zur Unaufmerksamkeit (FBB-ADHS) korrelieren erwartungskonform negativ mit Konzentrationsleistung (r = −.33) und Arbeitstempo (r = −.31), während sich zu Hyperaktivität und Impulsivität keine bedeutsamen Zusammenhänge zeigen. In einer Vergleichsstudie lag die Konzentrationsleistung von Kindern mit ADHS 0.58 Standardabweichungen unter der von Kontrollkindern.

Schmidt-Atzert, L., & Funsch, K. (2023). KoKi – Konzentrationstest für Kinder. Unter Mitarbeit von B. Arias Martín. Göttingen: Hogrefe.

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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