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Online Auswertung des KATE

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KATE digital auswerten

KATE – Kölner ADHS-Test für Erwachsene

Der KATE ist eine Testbatterie aus Selbstbeurteilungsfragebögen zur Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter. Er trägt dem Symptomwandel Rechnung, den die ADHS von der Kindheit ins Erwachsenenalter durchläuft: Hyperaktivität tritt häufig zugunsten innerer Unruhe zurück, während die Aufmerksamkeitsstörung vielfach bestehen bleibt. Neben den Kernsymptomen erfassen die Fragebögen des KATE auch die Bewältigung des Alltags. Sie dienen dem Herausfiltern Betroffener, der Absicherung einer Verdachtsdiagnose und der Evaluation von Behandlungsmaßnahmen.

Aufbau und Struktur der Fragebögen

Der KATE umfasst fünf eigenständige Fragebögen, die sequenziell eingesetzt werden – von der raschen Verdachtsdiagnose zu immer spezifischeren Informationen:

  • ADHD-ASRS Screener v1.1 – Kurzform der WHO-Selbstbeurteilungsskala zu Hinweisen auf ADHS, 6 Items
  • ADHD-ASRS Erweiterte Symptom-Checkliste v1.1 – die vollständige Skala mit 18 Items nach den DSM-IV-TR-Kriterien
  • Fragebogen zum Funktionsniveau – acht Anforderungsbereiche des Alltags wie Ordnen, Anfangen, Umsetzen, Planen und Gedächtnis mit je zwei Items, ergänzt um zwei offene Items und ein Item zur allgemeinen Funktionsfähigkeit, insgesamt 19 Items
  • Verhaltensmerkmale der ADHS nach DSM-IV-TR – die für Erwachsene umformulierten DSM-IV-TR-Kriterien, 18 Items in den Bereichen Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität/Impulsivität
  • Fragebogen zu den Exekutiven Funktionen nach Barkley, Murphy und Fischer – 39 Items mit den Bereichen Exekutive Funktionen und Emotionalität/innere Unruhe

Durchführung

Der KATE ist für Erwachsene konzipiert; die Untersuchungsstichproben umfassten Personen von 18 bis 64 Jahren. Die Instruktionen sind selbsterklärend. Die beiden ASRS-Bögen werden fünfstufig von 0 = niemals bis 4 = sehr oft beantwortet, der Fragebogen zum Funktionsniveau auf einer zehnstufigen Skala von sehr gut bis schlecht, die übrigen Bögen mit stimmt oder stimmt nicht. Der DSM-IV-TR-Bogen dauert maximal etwa 5 Minuten, die gesamte Batterie etwa 7 bis 12 Minuten. Das sequenzielle Vorgehen kann abgebrochen werden, sobald keine neue Information mehr hinzukommt.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des KATE erfolgt im Papierverfahren von Hand: Kreuze in den grau unterlegten Feldern auszählen, Kategoriensummen in den Profilbogen eintragen, Prozentränge im Normanhang nachschlagen. Jeder Schritt – Auszählen, Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und bei fünf Bögen fällt er mehrfach an. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. ASRS-Bögen: Gezählt werden die Antworten im grau unterlegten Bereich. Ab 4 solchen Kreuzen im Screener und ab 9 in der Erweiterten Symptom-Checkliste besteht ADHS-Verdacht. Für den Prozentrang werden die grauen Kreuze mit ihrem Intensitätsgrad gewichtet und summiert.
  2. Funktionsniveau: Die angekreuzten Werte werden je Kategorie addiert; je höher der Wert, desto ausgeprägter die Alltagsproblematik. Die verbundenen Kategorienwerte im Profilbogen zeigen Haupt- und Nebenprobleme, eine zweite Messung macht Behandlungseffekte sichtbar.
  3. DSM-IV-TR: „Stimmt" wird mit 1 kodiert, die Summe beschreibt das Ausmaß der Symptomatik. Mindestens sechs „stimmt" bei den Items 1 bis 9 sprechen für den vorwiegend unaufmerksamen, bei den Items 10 bis 18 für den vorwiegend hyperaktiv-impulsiven Typus, in beiden Bereichen für den Mischtypus.
  4. Exekutive Funktionen: Die Anzahl der „stimmt"-Antworten bildet den Gesamtwert; die beiden Bereiche lassen sich gesondert auszählen, für sie liegen keine Prozentränge vor.
  5. Normierung und Einordnung: Für die Gesamtwerte liegen Prozentränge vor, zusätzlich Mittelwerte und Streuungen einer Norm- und einer klinischen Stichprobe. Das Manual empfiehlt Prozentränge für die Alltagspraxis, Mittelwerte und Streuungen für gutachterliche und wissenschaftliche Fragestellungen.

Ein auffälliges Ergebnis begründet einen Verdacht, keine Diagnose: Es ist durch weitere Verfahren, Fremdbefragungen und ärztliche Abklärung abzusichern.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Kennwerte des KATE stammen hauptsächlich aus zwei Untersuchungen mit 280 Personen (184 Norm, 96 klinisch) und 83 Personen, ergänzt um zwei Studien mit 234 und 243 Personen. Die Prozentrangnormen beruhen je nach Bogen auf 259 bis 342 Personen der Normstichprobe. Die interne Konsistenz liegt zwischen α = .82 und .94: .92 bzw. .93 für die Erweiterte Symptom-Checkliste, .94 bzw. .90 für das Funktionsniveau und die Exekutiven Funktionen, .83 bzw. .82 für den DSM-IV-TR-Bogen. Die Retest-Reliabilität nach etwa vier Monaten bei 18 Personen reicht von r = .57 beim DSM-IV-TR-Bogen, den das Manual als grenzwertig einstuft, bis r = .85 beim Funktionsniveau. Faktorenanalysen bilden die Kernsymptome Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und Impulsivität ab. Mit der WURS-K als Kriterium korrelieren die Bögen zu r = .47 bis .67; klinische und Normstichprobe unterscheiden sich jeweils signifikant.

Lauth, G. W., & Minsel, W.-R. (2014). KATE – Kölner ADHS-Test für Erwachsene. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

Werten Sie den KATE und über 50 weitere etablierte klinische Testverfahren aus. Fehlt ein spezifisches Verfahren für Ihre Einrichtung? Gerne implementieren wir jeden zusätzlichen Test.

Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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