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Online Auswertung des KAT-III

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KAT-III digital auswerten

KAT-III – Kinder-Angst-Test-III

Der KAT-III trennt zwei Dinge, die im Sprachgebrauch oft zusammenfallen: Ängstlichkeit als überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal und akute Angst in einer konkreten Situation. Dafür bringt er drei Fragebögen mit – einen für die allgemeine Ängstlichkeit und zwei für den Angstzustand, einmal vor und einmal nach einer Belastung. Diese Doppelmessung ist das Besondere am KAT-III: Der Vergleich von erwarteter und erinnerter Angst zeigt, ob ein Kind die Belastung realistisch eingeschätzt hat.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Der KAT-III besteht aus drei Selbstbeurteilungsbogen mit Ja/Nein-Antworten:

  • Form A – Ängstlichkeitsskala: 18 Items zur allgemeinen, situationsübergreifenden Ängstlichkeit als Persönlichkeitsmerkmal (Trait-Angst)
  • Form P – Angstzustand prospektiv: 10 Items zur erwarteten Belastung vor einem konkreten Ereignis (State-Angst)
  • Form R – Angstzustand retrospektiv: 10 Items zur erinnerten Belastung nach demselben Ereignis

Die Items des KAT-III decken Sorgen, Befürchtungen, körperliche Beschwerden und Verhaltensreaktionen ab. Sie sind bewusst nicht nummeriert, um das Abschreiben in Gruppen zu erschweren.

Der Explorationsbogen ist kein Fragebogen, sondern ein Interviewleitfaden für Gespräche mit den Bezugspersonen. Er orientiert sich an Form A und wird nur qualitativ ausgewertet – normiert ist er nicht. Eingesetzt wird er vor allem, wenn Form A auffällig ausfällt oder ein unauffälliges Ergebnis nicht zum klinischen Eindruck passt, was bei schambesetzter Angstsymptomatik oft vorkommt.

Durchführung

Der KAT-III ist für Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren vorgesehen und einzeln wie in Gruppen einsetzbar. Form A dauert je nach Alter fünf bis fünfzehn Minuten, die Zustandsskalen jeweils etwa die Hälfte, die Exploration höchstens 20 Minuten. Jüngeren oder leseschwachen Kindern dürfen die Items vorgelesen werden. Zwei Punkte entscheiden über die Gültigkeit: Die Kinder müssen wissen, dass es keine richtigen oder falschen, sondern nur ehrliche Antworten gibt – und beim Ausfüllen von Form R darf Form P nicht mehr einsehbar sein. Danach wird auf Vollständigkeit geprüft; bei Unentschiedenheit gilt die Antwort, die eher zutrifft.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des KAT-III erfolgt im Papierverfahren von Hand über den Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals; eine Schablone erübrigt sich, weil nur bejahte Angstkriterien ausgezählt werden. Fehleranfällig sind die Schritte danach – Umpolen, geschlechtsrichtiges Nachschlagen, Differenzbildung. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwerte: In Form A ergibt jede Ja-Antwort einen Punkt; in P und R gilt das für die Items 1 bis 9 – beim zehnten zählt umgekehrt die Nein-Antwort.
  2. Normierung Form A: Der Rohwert wird geschlechtsspezifisch in einen Centilwert (Mittelwert 5, Standardabweichung 2) und einen Prozentrang überführt, je mit 90-%- und 95-%-Vertrauensintervall. Ab 8 Centilpunkten gilt Ängstlichkeit als überdurchschnittlich.
  3. Normierung der Zustandsskalen: Für P und R entfällt die Transformation; jeder Rohwert wird einem Quartil zugeordnet – von „nicht verängstigt" über „wenig" und „leicht" bis „stark verängstigt".
  4. Differenz zwischen Erwartung und Erinnerung: Aus Form P und R wird die Rohwertdifferenz gebildet. Für vier untersuchte Belastungsformen – schulische Leistungsanforderungen, sportliche Leistungsvergleiche, medizinische Maßnahmen und Trennungsbelastungen – weist der KAT-III aus, wie häufig eine Differenz in der Bezugspopulation vorkommt. Als bedeutsam gelten Differenzen, die höchstens 15 Prozent der Kinder erreichen.
  5. Inhaltliche Deutung: Eine geringe Differenz spricht für eine realistische Einschätzung. Größere Abweichungen gehen in beide Richtungen – manche Kinder unterschätzen im Vorfeld, wie sehr ein Ereignis sie trifft, andere befürchten das Schlimmste und stellen hinterher erleichtert fest, dass es weniger schlimm war.

Ein auffälliger Wert allein beschreibt weder die Angstinhalte noch ihre Entstehung; das klärt erst die Exploration. Und eine auffällige Diskrepanz in einer Situation erlaubt keinen Schluss auf das Verhalten in anderen.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normwerte für Form A beruhen auf 2.852 Kindern und Jugendlichen – 1.494 Jungen und 1.358 Mädchen –, zusammengeführt aus der Eichstichprobe der Vorversion und einer Neuerhebung. Ein Vergleich der Rohwertverteilungen und Itemschwierigkeiten ergab keine Normverschiebung, weshalb beide Teilstichproben zusammengefasst werden konnten. Die Daten stammen aus Schulen mit annähernd repräsentativer Verteilung der Schulformen; Förderschulen sind etwas unterrepräsentiert, Angaben zum sozioökonomischen Hintergrund fehlen aus Datenschutzgründen. Form A wurde zusätzlich zur Klassischen Testtheorie nach dem dichotomen Rasch-Modell konstruiert. Die interne Konsistenz beträgt α = .81 für Form A sowie .77 und .78 für die beiden Zustandsskalen; die Retest-Reliabilität von Form A liegt nach 14 Tagen bei .80. Eine Einschränkung benennt das Manual offen: Die Zustandsskalen wurden bei der Neubearbeitung nicht erneut erhoben – ihre Kennwerte stammen aus den Untersuchungen zur Vorversion. Die Validität des KAT-III stützt sich auf Korrelationen mit anderen Angst- und Neurotizismusmaßen, auf eine klinische Stichprobe aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie auf die Erprobung der Zustandsskalen in realen Belastungssituationen.

Tewes, A., & Naumann, A. (2016). KAT-III – Kinder-Angst-Test-III. Drei Fragebögen zur Erfassung der Ängstlichkeit und von Zustandsängsten bei Kindern und Jugendlichen. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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