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FRKJ 8-16 digital auswerten

FRKJ 8-16 – Fragebogen zu Ressourcen im Kindes- und Jugendalter

Der Fragebogen zu Ressourcen im Kindes- und Jugendalter (FRKJ 8-16) ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Erfassung von Entwicklungsressourcen bei Kindern und Jugendlichen. Anders als die traditionell defizitorientierte Entwicklungsdiagnostik stellt der FRKJ 8-16 die Stärken in den Mittelpunkt: jene personalen und umgebungsbezogenen Faktoren, die eine positive Entwicklung unterstützen. Theoretische Grundlage ist das Risiko-Schutzfaktoren-Modell, nach dem Ressourcen sowohl als Schutzfaktoren gegenüber Risikokonstellationen als auch als allgemein förderliche Bedingungen wirken können. Erfasst wird damit das Konstrukt der individuellen Stärken und sozialen Unterstützungsfaktoren, die einem Kind oder Jugendlichen zur Verfügung stehen.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Der FRKJ 8-16 ist ein Selbstauskunftsverfahren und umfasst zehn Skalen mit je sechs Items, insgesamt also 60 Items. Die Skalen gliedern sich in personale und soziale (umgebungsbezogene) Ressourcen.

Personale Ressourcen:

  • Empathie und Perspektivenübernahme (EMP) – Gefühle anderer nachempfinden und deren Sichtweise einnehmen
  • Selbstwirksamkeit (SWK) – Vertrauen in die eigenen Kompetenzen
  • Selbstwertschätzung (SWS) – positive Bewertung der eigenen Person
  • Kohärenzsinn (KOH) – die Welt als verstehbar, handhabbar und sinnvoll erleben
  • Optimismus (OPT) – zuversichtliche Erwartung künftiger Ereignisse
  • Selbstkontrolle (SEK) – Steuerung von Impulsen, u. a. Belohnungsaufschub

Soziale Ressourcen:

  • Elterliche Unterstützung (ELT) – wahrgenommene soziale und emotionale Unterstützung durch die Eltern
  • Autoritativer Erziehungsstil (AUT) – Erziehung mit hoher Lenkung und hoher Responsivität
  • Integration in die Peergruppe (ITP) – positive Beziehungen zu Gleichaltrigen
  • Schulische Integration (ITS) – Wohlbefinden im Schul- und Klassenklima

Aus den zehn Skalen lässt sich ein Gesamtwert als Mittelwert der Skalenrohwerte bilden.

Durchführung

Der FRKJ 8-16 richtet sich an Kinder und Jugendliche der 3. bis 10. Klasse (Altersbereich 8 bis 16 Jahre) und kann als Einzel- oder Gruppentest durchgeführt werden. Die Items werden auf einer vierstufigen Skala von 1 (stimmt nie) bis 4 (stimmt immer) beantwortet. Die Bearbeitung dauert ohne Zeitbegrenzung etwa 20 bis 30 Minuten. Da die Befragung schriftlich erfolgt, ist auf ausreichende Lesekompetenz zu achten; bei jüngeren Kindern können die Items vorgelesen oder erläutert werden.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Rohwertberechnung: Mithilfe von Auswertungsschablonen wird für jede der zehn Skalen ein Summenwert gebildet (möglicher Wertebereich 6 bis 24). Alle Skalen sind so gepolt, dass hohe Werte für eine hohe Ressourcenausprägung stehen; ein Item der Skala Selbstwirksamkeit muss zuvor umkodiert werden.
  2. Umgang mit fehlenden Werten: Fehlt innerhalb einer Skala eine Antwort, wird sie durch das arithmetische Mittel der übrigen fünf Items ersetzt; fehlen mehr als ein Item, wird auf die Berechnung der Skala verzichtet.
  3. Gesamtwert: Der Gesamtwert ergibt sich als Mittelwert der zehn Skalenrohwerte und erlaubt eine grobe Abschätzung der insgesamt verfügbaren Ressourcen.
  4. Normierung: Die Rohwerte werden anhand von Normtabellen in Stanine-Werte und Prozentränge überführt. Die Normierung erfolgte getrennt für Mädchen und Jungen in den Altersgruppen 8–10, 11–13 und 14–16 Jahre; zusätzlich liegen altersspezifische Normen ohne Berücksichtigung des Geschlechts vor.

Interpretation: Hohe Werte weisen auf eine überdurchschnittliche Verfügbarkeit von Ressourcen hin, niedrige Werte auf Bereiche, in denen besondere Unterstützung sinnvoll sein kann. Als durchschnittlicher Bereich gelten Stanine-Werte von 3 bis 7. Besonders aussagekräftig ist das Profil der zehn Ressourcen, das auf individuelle Stärken und Schwächen verweist und damit dem Gesamtwert vorzuziehen ist.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normierung beruht auf einer großen Stichprobe von 2.513 Kindern und Jugendlichen der 3. bis 10. Klasse mit ausgewogenem Geschlechterverhältnis, die für diese Altersgruppe (Regelschulen) als repräsentativ gelten kann. Die psychometrischen Kennwerte sind zufriedenstellend bis gut: Die interne Konsistenz der Skalen liegt in der Gesamtgruppe zwischen .68 und .89, die Test-Retest-Reliabilität zwischen .60 und .87 (Zwei-Wochen-Intervall) bzw. zwischen .53 und .86 (Drei-Monats-Intervall). Die Konstruktvalidität wurde über die Interkorrelationen der Skalen und faktorenanalytische Auswertungen abgesichert. Die kriterienbezogene Validität wurde anhand von Zusammenhängen mit Außenkriterien wie Intelligenz, Persönlichkeit, Stress und Stressbewältigung, Emotionsregulation, Wohlbefinden, Verhaltensproblemen und elterlichem Erziehungsverhalten geprüft und stützt die ressourcenorientierte Konzeption des Verfahrens.

Lohaus, A., & Nussbeck, F. W. (2016). FRKJ 8-16. Fragebogen zu Ressourcen im Kindes- und Jugendalter. Göttingen: Hogrefe.

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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