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Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung des FPI-R auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?

Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?

Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?

Online Auswertung des FPI-R

Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc

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FPI-R digital auswerten

FPI-R – Freiburger Persönlichkeitsinventar

Das FPI-R gehört zu den am längsten und breitesten eingesetzten Persönlichkeitsfragebögen im deutschsprachigen Raum. Seine Besonderheit liegt in der Konstruktionslogik: Die Skalen wurden nicht aus einem geschlossenen Persönlichkeitsmodell abgeleitet, sondern empirisch ausgewählt – nach faktorenanalytischen und itemmetrischen Kriterien sowie nach ihrer praktischen Relevanz. Daraus folgt ein Profil, das bewusst Alltagsbereiche abbildet, von der Lebenszufriedenheit über körperliche Beschwerden bis zur Leistungsorientierung, statt sich auf wenige übergeordnete Faktoren zu beschränken.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Das FPI-R umfasst 138 Aussagen, die mit „stimmt" oder „stimmt nicht" beantwortet werden. Daraus entstehen zehn Primärskalen:

  • Lebenszufriedenheit – Zufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation
  • Soziale Orientierung – Hilfsbereitschaft und soziale Verantwortung
  • Leistungsorientierung – Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, Wettbewerbsbereitschaft
  • Gehemmtheit – Unsicherheit und Zurückhaltung in sozialen Situationen
  • Erregbarkeit – Reizbarkeit und emotionale Reaktivität
  • Aggressivität – Ärgerneigung und Durchsetzungsverhalten
  • Beanspruchung – erlebte Belastung und Anspannung
  • Körperliche Beschwerden – psychosomatische Beschwerden
  • Gesundheitssorgen – Besorgnis um die eigene Gesundheit
  • Offenheit – Bereitschaft, eigene Schwächen einzuräumen

Hinzu kommen zwei Sekundärskalen in Anlehnung an das Modell von Eysenck: Extraversion und Emotionalität. Sie fassen die Primärskalen zu übergeordneten Dimensionen zusammen und erlauben den Anschluss an die internationale Persönlichkeitsforschung.

Durchführung

Das FPI-R ist für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene vorgesehen. Die Bearbeitung dauert 20 bis 30 Minuten; eine Zeitbegrenzung besteht nicht. Das dichotome Antwortformat macht die Bearbeitung zügig, verlangt aber eine Entscheidung auch dort, wo die Testperson zu einem „teils/teils" neigen würde – darauf sollte in der Instruktion hingewiesen werden. Ein ungestörter Rahmen ist sinnvoll, weil die Items unmittelbar persönliche Themen berühren.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des FPI-R erfolgt im Papierverfahren von Hand über eine Auswertungsschablone, einen Profilbogen und die Normtabellen des Manuals. Jeder Schritt – Auszählen, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und bei zwölf Skalen, die je nach Geschlecht und Altersgruppe in unterschiedlichen Tabellen nachzuschlagen sind, fällt er zwölfmal an. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwerte: Je Skala werden die im Sinne der Skala beantworteten Items ausgezählt.
  2. Sekundärskalen: Extraversion und Emotionalität werden aus den zugehörigen Primärskalen gebildet.
  3. Normierung: Die Rohwerte werden in Stanine-Werte überführt. Die Normtabellen sind nach Geschlecht und sieben Altersgruppen getrennt – die Wahl der richtigen Tabelle entscheidet damit unmittelbar über den Befund.
  4. Profil: Die Stanine-Werte werden in den Profilbogen eingetragen. Die Stanine-Skala reicht von 1 bis 9 mit einem Mittelwert von 5; die mittleren Stufen umfassen den Bereich, in dem sich der Großteil der Normstichprobe befindet.
  5. Inhaltliche Einordnung: Die Werte werden anhand der Skalenbeschreibungen gedeutet. Aussagekräftig ist das Profil als Ganzes, nicht der einzelne hohe oder niedrige Wert.

Persönlichkeitswerte sind keine Befunde im klinischen Sinn: Das FPI-R bildet Ausprägungen ab, es bewertet sie nicht. Eine hohe Aggressivität ist ebenso wenig eine Diagnose wie eine niedrige Lebenszufriedenheit. Mitzudenken ist außerdem die Verfälschbarkeit – das FPI-R ist ein Selbstbeurteilungsverfahren, und gerade in Auswahlsituationen ist mit Selbstdarstellung zu rechnen. Die Skala Offenheit gibt dazu einen ersten Anhaltspunkt.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Für die neunte Auflage wurden Normen und Skalenstruktur an einer dritten bevölkerungsrepräsentativen Erhebung überprüft: 2018 wurden vom Institut für Demoskopie Allensbach 3.450 Personen befragt. Die Normen sind nach Geschlecht und sieben Altersklassen gegliedert; Änderungen gegenüber der Vorauflage ergaben sich vor allem in den jüngeren Altersgruppen – ein Hinweis darauf, dass Normen aus älteren Erhebungen gerade für junge Erwachsene nicht unbesehen weiterverwendet werden sollten. Die interne Konsistenz der Skalen liegt zwischen α = .73 und α = .83, was für Skalen mit zwölf dichotomen Items ein angemessener Bereich ist. Die innere Validität ist über Faktoren- und Clusteranalysen abgesichert, die empirische Validität über Korrelationen mit Selbst- und Fremdeinschätzungen sowie mit anderen Persönlichkeitsfragebögen. Bemerkenswert ist die Datenlage: Die Primärdaten der Normierungsstichprobe 2018 wurden über das Forschungsdatenzentrum am ZPID veröffentlicht und sind damit unabhängig überprüfbar – für ein kommerzielles Testverfahren ist das ungewöhnlich transparent.

Fahrenberg, J., Hampel, R., & Selg, H. (2020). FPI-R – Freiburger Persönlichkeitsinventar (9., vollständig überarbeitete Auflage). Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

Werten Sie das FPI-R und über 50 weitere etablierte klinische Testverfahren aus. Fehlt ein spezifisches Verfahren für Ihre Einrichtung? Gerne implementieren wir jeden zusätzlichen Test.

Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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