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Nie mehr selber rechnen • Nie mehr Normwerte suchen • Nie mehr Excel-Tabellen

Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung des FAVK auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?
Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?
Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?
Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc
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Beispiel-TestbefundNie mehr rechnen · Nie mehr Normwerte suchen · Nie mehr Excel-Tabellen
Der FAVK fragt nicht danach, wie häufig ein Kind aggressiv ist, sondern warum. Er erfasst die Faktoren, die aggressives Verhalten auslösen und aufrechterhalten – von der Art, wie soziale Situationen gedeutet werden, über die Impulskontrolle bis zu fehlenden sozialen Fertigkeiten. Damit ist der FAVK weniger ein Symptommaß als eine Landkarte für die Therapieplanung: Er zeigt, wo eine Intervention ansetzen kann. Unterschieden wird durchgängig zwischen dem Verhalten gegenüber Gleichaltrigen und gegenüber Erwachsenen, weil beides selten gleich ausgeprägt ist.
Der FAVK liegt in drei Fassungen mit je 25 Items vor:
Beurteilt wird vierstufig. Alle Fassungen erfassen dieselben vier Komponenten:
Ausgewiesen werden neben den vier Komponenten drei Gesamtwerte: einer für das Verhalten gegenüber Gleichaltrigen, einer für das gegenüber Erwachsenen und einer über beide Bereiche hinweg.
Der FAVK ist für Kinder und Jugendliche von 4 bis 14 Jahren vorgesehen und lässt sich einzeln wie in Gruppen einsetzen. Das Ausfüllen von FAVK-F oder FAVK-S dauert im Durchschnitt rund zehn Minuten. Der klinische Beurteilungsbogen ist anders angelegt: Für ihn sind einschließlich Exploration und Dokumentation etwa 30 Minuten zu veranschlagen – er ist kein Fragebogen zum Ausfüllen, sondern das strukturierte Ergebnis eines diagnostischen Gesprächs. Empfohlen wird, mehrere Perspektiven zu erheben; gerade bei aggressivem Verhalten fallen Selbst- und Fremdurteil häufig deutlich auseinander.
Die Auswertung des FAVK erfolgt im Papierverfahren von Hand über die Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals; für FAVK-F und FAVK-S veranschlagt der Verlag dafür durchschnittlich je zehn Minuten. Jeder Schritt – Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und weil je Bogen vier Komponenten und drei Gesamtwerte in perspektiven- und altersabhängigen Tabellen nachzuschlagen sind, fällt er vielfach an. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:
Der klinische Beurteilungsbogen FAVK-K ist nicht normiert; das Manual gibt stattdessen Orientierungsrichtlinien vor. Seine Werte dürfen deshalb nicht wie Normwerte gelesen oder mit denen der anderen Fassungen verrechnet werden. Und auch ein überschrittener Trennwert bleibt ein Befund über berichtetes Verhalten – die diagnostische Einordnung leistet er nicht.
Die internen Konsistenzen der Gesamtskala liegen in der Feldstichprobe bei α = .95 im Elternurteil und α = .92 im Selbsturteil; in den klinischen Stichproben erreichen alle Fassungen durchgängig Werte über .93. Diese hohen Koeffizienten sprechen dafür, dass der FAVK ein eng umrissenes Konstrukt misst – sie sind zugleich ein Hinweis darauf, die vier Komponenten nicht als voneinander unabhängige Dimensionen zu lesen. Faktorenanalysen bestätigen die angenommene Struktur weitgehend. Die diskriminante Validität ist über signifikante Unterschiede zwischen klinischen und Feldstichproben belegt: Der FAVK trennt zuverlässig zwischen Kindern mit und ohne aggressive Verhaltensauffälligkeiten. Für die zweite Auflage wurden die Normen erweitert, der klinische Beurteilungsbogen ergänzt und Cut-off-Werte eingeführt – Werte aus der ersten Auflage sind damit nicht ohne Weiteres vergleichbar.
Görtz-Dorten, A., & Döpfner, M. (2021). FAVK – Fragebogen zum aggressiven Verhalten von Kindern (2., vollständig überarbeitete Auflage). Göttingen: Hogrefe.
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Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)
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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)
Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied
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