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Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung des EBF-KJ auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?
Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?
Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?
Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc
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Beispiel-TestbefundNie mehr Excel-Tabellen · Nie mehr Normwerte suchen
Der EBF-KJ erfasst die Beziehung zu Mutter und Vater aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen. Grundlage ist das Konzept der Elternrepräsentation: ein für jeden Elternteil eigenes, relativ stabiles inneres Bild, das nicht mit der Sicht der Eltern oder Außenstehender übereinstimmen muss. Der EBF-KJ folgt einem kumulativen Stressmodell und beschreibt Ressourcen und Belastungen der Eltern-Kind-Beziehung getrennt für beide Elternteile. Das Verfahren dient als Screening in Beratung, Therapie und kinder- und jugendpsychiatrischer Diagnostik.
Der EBF-KJ besteht aus einem Mutter- und einem Vaterteil mit je 36 inhaltlich parallelen Items. Sie verteilen sich auf drei Ressourcenskalen, fünf Belastungsskalen und eine Zusatzskala:
Aus den acht Grundskalen bildet der EBF-KJ vier Indizes: die Beziehungsqualität zu Mutter (BQ-M) und Vater (BQ-V), die Gesamt-Beziehungsqualität (BQ-G) und die Elterndiskrepanz (E-Dis), die den Unterschied zwischen Mutter- und Vaterbild abbildet. Die Skala Hilfe geht wegen ihrer geringen internen Konsistenz in keinen Index ein.
Der EBF-KJ ist für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 10 bis 20 Jahren vorgesehen und eignet sich für Einzel- und Gruppentestung. Die Bearbeitung des EBF-KJ dauert altersabhängig etwa 10 bis 15 Minuten. Zuerst wird der Mutter-, dann der Vaterteil beantwortet; gemeint ist jeweils die Person, die in den letzten fünf Jahren am ehesten diese Rolle ausgefüllt hat. Die Items 1 bis 34 werden auf einer fünfstufigen Häufigkeitsskala von nie über selten, manchmal und oft bis immer beantwortet, die Items 35 und 36 auf einer Zustimmungsskala von gar nicht bis völlig.
Die Auswertung des EBF-KJ erfolgt im Papierverfahren von Hand über zwei Auswertungsschablonen, den Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals; das Manual veranschlagt dafür ca. 10 bis 15 Minuten. Jeder Schritt – Summieren, Mitteln, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:
Die Interpretationshinweise des EBF-KJ ersetzen keine fachliche Einordnung unter Einbezug weiterer Befunde.
Die Normierungsstichprobe des EBF-KJ umfasst 1.377 Schülerinnen und Schüler aus Berlin, Wien und Zürich. Sie ist nach Angaben des Manuals nicht repräsentativ; ländliche Gebiete und Hauptschulen sind unterrepräsentiert. Die interne Konsistenz der acht Grundskalen liegt im Mittel bei α = .79; unter .70 bleiben nur Bestrafung (α = .60/.63 für Mutter/Vater) und Hilfe (α = .65/.61). Die Retest-Reliabilität nach durchschnittlich 7,1 Wochen an 47 Patientinnen und Patienten reicht für die Skalen von .65 bis .91 und liegt für die Indizes über .80. Konfirmatorische Faktorenanalysen bestätigen das Neun-Faktorenmodell (RMSEA = .061/.065, NFI = .92). Konvergente Validität des EBF-KJ zeigt sich mit FEE und ZKE, Zusammenhänge mit psychischen Auffälligkeiten mit CBCL und YSR.
Titze, K., & Lehmkuhl, U. (2010). EBF-KJ – Elternbildfragebogen für Kinder und Jugendliche. Göttingen: Hogrefe.
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Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)
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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)
Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied
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