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Online Auswertung des EBF-KJ

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EBF-KJ digital auswerten

EBF-KJ – Elternbildfragebogen für Kinder und Jugendliche

Der EBF-KJ erfasst die Beziehung zu Mutter und Vater aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen. Grundlage ist das Konzept der Elternrepräsentation: ein für jeden Elternteil eigenes, relativ stabiles inneres Bild, das nicht mit der Sicht der Eltern oder Außenstehender übereinstimmen muss. Der EBF-KJ folgt einem kumulativen Stressmodell und beschreibt Ressourcen und Belastungen der Eltern-Kind-Beziehung getrennt für beide Elternteile. Das Verfahren dient als Screening in Beratung, Therapie und kinder- und jugendpsychiatrischer Diagnostik.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Der EBF-KJ besteht aus einem Mutter- und einem Vaterteil mit je 36 inhaltlich parallelen Items. Sie verteilen sich auf drei Ressourcenskalen, fünf Belastungsskalen und eine Zusatzskala:

  • Kohäsion – Unterstützung, Nähe und emotionale Wärme (5 Items, Ressource)
  • Identifikation – der Elternteil als Vorbild (4, Ressource)
  • Autonomie – erlebte Entscheidungsfreiheit (4, Ressource)
  • Konflikte – Streit und Meinungsverschiedenheiten (4, Belastung)
  • Bestrafung – körperliche oder zu harte Strafen (3, Belastung)
  • Ablehnung/Gleichgültigkeit – erlebte Ablehnung durch den Elternteil (4, Belastung)
  • Emotionale Vereinnahmung – Nutzung des Kindes zur eigenen emotionalen Stabilisierung (4, Belastung)
  • Überprotektion/Ängste – überdurchschnittlich ängstlicher, besorgter Elternteil (4, Belastung)
  • Hilfe – Hilfsbedürftigkeit des Elternteils in lebenspraktischen Bereichen (4, Zusatzskala)

Aus den acht Grundskalen bildet der EBF-KJ vier Indizes: die Beziehungsqualität zu Mutter (BQ-M) und Vater (BQ-V), die Gesamt-Beziehungsqualität (BQ-G) und die Elterndiskrepanz (E-Dis), die den Unterschied zwischen Mutter- und Vaterbild abbildet. Die Skala Hilfe geht wegen ihrer geringen internen Konsistenz in keinen Index ein.

Durchführung

Der EBF-KJ ist für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 10 bis 20 Jahren vorgesehen und eignet sich für Einzel- und Gruppentestung. Die Bearbeitung des EBF-KJ dauert altersabhängig etwa 10 bis 15 Minuten. Zuerst wird der Mutter-, dann der Vaterteil beantwortet; gemeint ist jeweils die Person, die in den letzten fünf Jahren am ehesten diese Rolle ausgefüllt hat. Die Items 1 bis 34 werden auf einer fünfstufigen Häufigkeitsskala von nie über selten, manchmal und oft bis immer beantwortet, die Items 35 und 36 auf einer Zustimmungsskala von gar nicht bis völlig.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des EBF-KJ erfolgt im Papierverfahren von Hand über zwei Auswertungsschablonen, den Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals; das Manual veranschlagt dafür ca. 10 bis 15 Minuten. Jeder Schritt – Summieren, Mitteln, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwertberechnung: Antworten zählen 0 (nie/gar nicht) bis 4 (immer/völlig) Rohwertpunkte. Je Skala wird die Summe durch die Itemzahl geteilt und auf zwei Dezimalstellen gerundet.
  2. Umgang mit fehlenden Werten: Je Elternteil sollten höchstens drei Items (10 %) fehlen. Eine Skala wird nur ausgewertet, wenn höchstens ein Item fehlt – der Nenner verringert sich dann um eins; bei der Skala Bestrafung darf kein Item fehlen. Liegt nur ein Elternteil vor, entfallen BQ-G und E-Dis.
  3. Normierung: Die Skalenmittelwerte des EBF-KJ werden in T-Werte überführt, getrennt nach Geschlecht und den Altersgruppen 10 bis 12, 13 bis 15 und 16 bis 20 Jahre.
  4. Indizes: Für E-Dis werden die absoluten T-Wert-Differenzen zwischen Mutter und Vater über die acht Grundskalen summiert. BQ-M und BQ-V ergeben sich aus der T-Wert-Summe der Ressourcen- minus der Belastungsskalen, BQ-G aus BQ-M plus BQ-V minus E-Dis. Jede Summe wird über eine eigene Normtabelle in einen T-Wert umgerechnet; Zwischenwerte erhalten den T-Wert der nächstniedrigeren Summe.
  5. Interpretation: Der Grenzwert liegt bei ±1,5 Standardabweichungen. Ressourcenskalen gelten ab T ≤ 35, Belastungsskalen und E-Dis ab T ≥ 65 als belasteter Beziehungsbereich. Bei den Indizes zur Beziehungsqualität zeigen Werte ab T ≤ 35 eine belastete, ab T ≥ 65 eine überdurchschnittlich positive Elternrepräsentation. Bei Bestrafung und Ablehnung/Gleichgültigkeit führen bereits selten erlebte Ereignisse zu auffälligen Werten; hier sind die Einzelantworten zu sichten.

Die Interpretationshinweise des EBF-KJ ersetzen keine fachliche Einordnung unter Einbezug weiterer Befunde.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normierungsstichprobe des EBF-KJ umfasst 1.377 Schülerinnen und Schüler aus Berlin, Wien und Zürich. Sie ist nach Angaben des Manuals nicht repräsentativ; ländliche Gebiete und Hauptschulen sind unterrepräsentiert. Die interne Konsistenz der acht Grundskalen liegt im Mittel bei α = .79; unter .70 bleiben nur Bestrafung (α = .60/.63 für Mutter/Vater) und Hilfe (α = .65/.61). Die Retest-Reliabilität nach durchschnittlich 7,1 Wochen an 47 Patientinnen und Patienten reicht für die Skalen von .65 bis .91 und liegt für die Indizes über .80. Konfirmatorische Faktorenanalysen bestätigen das Neun-Faktorenmodell (RMSEA = .061/.065, NFI = .92). Konvergente Validität des EBF-KJ zeigt sich mit FEE und ZKE, Zusammenhänge mit psychischen Auffälligkeiten mit CBCL und YSR.

Titze, K., & Lehmkuhl, U. (2010). EBF-KJ – Elternbildfragebogen für Kinder und Jugendliche. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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