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Online Auswertung des DISYPS-III

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DISYPS-III digital auswerten

DISYPS-III – Diagnostik-System für psychische Störungen nach ICD-10 und DSM-5 für Kinder und Jugendliche

Das DISYPS-III bildet die Diagnostik psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter in ihrer ganzen Breite ab. Es ist kein einzelner Fragebogen, sondern ein modulares System: Für neun Störungsbereiche stellt es aufeinander abgestimmte Bogen bereit, die dieselben Merkmale aus drei Perspektiven erfassen – der Bezugspersonen, der Kinder und Jugendlichen selbst und der klinischen Fachperson. So verbindet das DISYPS-III die dimensionale Beschreibung von Symptomstärke mit der kategorialen Prüfung der Kriterien nach ICD-10 und DSM-5. Es ist der Nachfolger des DISYPS-II und an die aktuellen Klassifikationssysteme angepasst.

Aufbau und Struktur des Systems

Das DISYPS-III deckt neun Störungsbereiche ab: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS), Störungen des Sozialverhaltens (SSV), depressive Störungen (DES), Angststörungen (ANG), Trauma- und belastungsbezogene Störungen (TBS), Zwangs-Spektrum-Störungen (ZWA), Tic-Störungen (TIC), Autismus-Spektrum- und soziale Kommunikationsstörungen (ASKS) sowie Bindungs- und Beziehungsstörungen (BIST).

Je Störungsbereich stehen drei Bausteine bereit: Fremdbeurteilungsbogen (FBB) für Eltern, Lehrkräfte oder Erzieher:innen, Selbstbeurteilungsbogen (SBB) für Kinder und Jugendliche ab elf Jahren – für ASKS und BIST ist keine Selbstbeurteilung vorgesehen – und Diagnose-Checklisten (DCL) für das klinische Urteil. Ein Screening-Bogen (SCREEN) stellt dem Ganzen eine breite Übersicht voran, aus der sich die Auswahl der störungsspezifischen Bogen ableitet; halbstrukturierte Interview-Leitfäden (ILF) ergänzen die Exploration nach DSM-5.

Alle Bogen folgen einem gemeinsamen Bauprinzip: Ein Teil erfasst die Kernsymptomatik, ein weiterer Funktionsbeeinträchtigung und Leidensdruck. Einzelne Bogen enthalten zusätzlich Kompetenzskalen, die Stärken statt Defizite beschreiben.

Durchführung

Das DISYPS-III ist für Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren vorgesehen; im ADHS-Bereich beginnt der Anwendungsbereich bei drei Jahren, wofür eigene Vorschulversionen für Eltern und Erzieher:innen vorliegen. Alle Items werden vierstufig eingeschätzt, von 0 = gar nicht bis 3 = besonders; das Ausfüllen eines Bogens dauert etwa zehn Minuten. Da die Bogen modular kombinierbar und einzeln kurz sind, eignet sich das System für die Erstdiagnostik wie für die Verlaufsmessung.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des DISYPS-III erfolgt im Papierverfahren von Hand über die Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals; der Verlag veranschlagt dafür etwa fünf Minuten je Fragebogen beziehungsweise Checkliste. Jeder Schritt – Summieren, Mitteln, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und in einer multimodalen Erhebung fällt er für jeden Bogen erneut an. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Kennwertbildung: Die Itemwerte einer Skala werden summiert und durch die Zahl der beantworteten Items geteilt. Der Kennwert ist damit ein Mittelwert zwischen 0 und 3. Je Skala ist nur eine begrenzte Zahl fehlender Antworten zulässig; darüber hinaus ist sie nicht auswertbar.
  2. Beurteilung des Kennwerts: Werte bis 0.49 gelten als unauffällig, 0.50 bis 0.99 als leicht auffällig, 1.00 bis 1.49 als auffällig und darüber liegende Werte als sehr auffällig. Da diese Einteilung über alle Störungsbereiche hinweg gilt, sind die Skalen unmittelbar vergleichbar.
  3. Normierung: Für die Fragebogen werden die Kennwerte zusätzlich in Stanine und Prozentränge überführt. Die Normtabellen sind nach Geschlecht und vier Altersgruppen gegliedert – 4 bis 6, 7 bis 10, 11 bis 13 und 14 bis 17 Jahre. Neben den Repräsentativnormen stehen für mehrere Bogen klinische Normen bereit, die den Wert nicht gegen die Allgemeinbevölkerung, sondern gegen eine Inanspruchnahmepopulation einordnen.
  4. Kategoriale Prüfung: Die Diagnose-Checklisten führen dieselben Merkmale als Kriterien nach ICD-10 und DSM-5 auf. Hier entsteht kein Normwert, sondern die begründete Entscheidung, ob ein Kriterium erfüllt ist – ergänzt um das Verhalten in der Untersuchungssituation.
  5. Perspektivenvergleich: Fremdurteil, Selbsturteil und klinische Beurteilung werden nebeneinander gelesen. Abweichungen sind kein Messfehler, sondern diagnostische Information: Kinder verhalten sich zu Hause anders als in der Schule, und die Selbsteinschätzung fällt bei externalisierenden Auffälligkeiten regelmäßig niedriger aus als das Urteil der Bezugspersonen.

Ein auffälliger Kennwert begründet für sich genommen keine Diagnose. Er beschreibt Ausprägung und Belastung und weist den Weg zur weiteren Abklärung – die das DISYPS-III mit Checklisten und Interview-Leitfäden im selben System bereitstellt.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Für die meisten Skalen der Fragebogen des DISYPS-III wurden mindestens zufriedenstellende interne Konsistenzen zwischen α = .70 und α = .90 ermittelt – ein angemessener Bereich für Skalen, die bewusst kurz gehalten sind und dicht an den Kriterien der Klassifikationssysteme bleiben. Die Skalenstruktur wurde faktorenanalytisch geprüft und bestätigt. Die Normwerte beruhen auf Repräsentativstichproben; für mehrere Instrumente liegen ergänzend klinische Normen vor. Zwei Punkte gehören zur fachgerechten Anwendung: Die Kennwerte fallen je nach Instrument und Beurteilerperspektive unterschiedlich gut aus, sodass die Güte immer für den konkret eingesetzten Bogen zu betrachten ist. Und die Diagnose-Checklisten sind keine normierten Verfahren, sondern strukturierte Entscheidungshilfen – ihre Zuverlässigkeit hängt an der Qualifikation der Fachperson und an den zugrunde liegenden Informationen.

Döpfner, M., & Görtz-Dorten, A. (2017). DISYPS-III – Diagnostik-System für psychische Störungen nach ICD-10 und DSM-5 für Kinder und Jugendliche – III. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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