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Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung des DAF auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?

Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?

Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?

Online Auswertung des DAF

Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc

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DAF digital auswerten

DAF – Differentieller Aggressionsfragebogen

Der DAF misst nicht, wie aggressiv ein Kind ist, sondern auf welche Weise. Die Unterscheidung zwischen reaktiver und proaktiver Aggression ist dabei keine akademische Feinheit, sondern verändert die Behandlungsrichtung: Reaktive Aggression entsteht impulsiv aus Ärger und erlebter Bedrohung und verlangt Arbeit an Impulskontrolle und Situationsdeutung. Proaktive Aggression ist zielgerichtet eingesetzt, um sich etwas zu verschaffen oder Dominanz herzustellen, und verlangt eine andere Antwort. Derselbe Gesamtwert kann aus beiden Mustern entstehen – und führt zu unterschiedlichen Interventionen.

Aufbau und Struktur des Fragebogens

Der DAF ist bewusst kurz gehalten: 16 Items, die auf einer vierstufigen Skala beantwortet werden. Der Beurteilungszeitraum umfasst die letzten sechs Monate. Die Items verteilen sich auf vier Facetten mit je vier Aussagen, die zu zwei Skalen und einem Gesamtwert zusammengefasst werden:

Reaktive Aggression (RA)

  • Wut-Aggression (WA) – impulsive, ärgergeleitete Reaktionen auf Frustration
  • Defensive Aggressionsattribution (DA) – Aggression als Antwort auf eine als Bedrohung oder Provokation gedeutete Situation

Proaktive Aggression (PA)

  • Ressourcen-Aneignung (RS) – Aggression, um sich etwas zu verschaffen
  • Macht/Dominanz-Ausübung (MD) – Aggression, um Überlegenheit herzustellen

Hinzu kommt die Gesamt-Aggression (GA) als übergreifendes Maß. Dass jede Facette aus nur vier Items besteht, macht das Verfahren ökonomisch – begrenzt aber zugleich, wie fein sich Einzelwerte interpretieren lassen.

Durchführung

Der DAF ist für Kinder und Jugendliche von 10;0 bis 17;11 Jahren vorgesehen und lässt sich einzeln wie in Gruppen vorgeben. Die Bearbeitung dauert altersabhängig 5 bis 15 Minuten. Da die Items unmittelbar nach eigenem aggressivem Verhalten fragen, ist der Rahmen wichtig: In Gruppen sollte unbeobachtetes Antworten möglich sein, und es sollte erkennbar sein, dass die Angaben nicht in eine Beurteilung der Person münden. Andernfalls ist mit Beschönigung zu rechnen.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung des DAF erfolgt im Papierverfahren von Hand über eine Schablone, einen Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals. Jeder Schritt – Auszählen, Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und weil sieben Kennwerte je eigene Normtabelle nach Alter und Geschlecht haben, fällt das Nachschlagen siebenmal an. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Facettenwerte: Je Facette werden die vier Itemwerte zu einem Rohwert summiert.
  2. Skalenwerte: Wut-Aggression und Defensive Aggressionsattribution ergeben die reaktive, Ressourcen-Aneignung und Macht/Dominanz-Ausübung die proaktive Aggression.
  3. Gesamtwert: Aus beiden Skalen entsteht die Gesamt-Aggression.
  4. Normierung: Die Rohwerte werden in T-Werte und Prozentränge überführt. Die Normtabellen sind nach Geschlecht und zwei Altersgruppen gegliedert – 10;0 bis 13;11 und 14;0 bis 17;11 Jahre.
  5. Profilvergleich: Entscheidend ist das Verhältnis von reaktiver zu proaktiver Aggression. Ein erhöhter reaktiver Wert bei unauffälligem proaktivem Wert beschreibt ein anderes Problem als das umgekehrte Muster – und ein erhöhter Gesamtwert ohne Blick auf die Aufteilung sagt wenig.

Ein erhöhter Wert im DAF beschreibt selbstberichtetes Verhalten, keine Diagnose. Er gewinnt seine Aussagekraft im Zusammenspiel mit Fremdurteilen und Verhaltensbeobachtung – gerade weil proaktive Aggression von den Betroffenen seltener als Problem erlebt und daher zurückhaltender berichtet wird als reaktive.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normwerte des DAF beruhen auf einer Stichprobe von 1.470 Kindern und Jugendlichen und sind nach Geschlecht sowie nach jüngerer und älterer Altersgruppe getrennt ausgewiesen. Die internen Konsistenzen der Skalen liegen zwischen α = .72 und α = .83 – für Facetten aus vier Items ein angemessener Bereich, der aber erklärt, warum die Skalen- und nicht die Facettenebene die tragfähigere Grundlage ist. Die Retest-Reliabilität wurde über sechs Wochen bestimmt und beträgt rtt = .63 bis .73. Dass sie deutlich unter der internen Konsistenz liegt, ist bei einem Merkmal erwartbar, das situativ schwankt und in dieser Altersspanne noch in Entwicklung ist; für Verlaufsmessungen bedeutet es, kleinere Veränderungen nicht überzuinterpretieren. Die Konstruktvalidität wurde über explorative Faktorenanalysen geprüft, die die theoretisch angenommene Struktur aus reaktiver und proaktiver Aggression stützen. Für die konvergente und divergente Validität sprechen erwartungskonforme Zusammenhänge mit anderen Fragebogenskalen, unter anderem mit dem SDQ.

Petermann, F., & Beckers, L. (2014). DAF – Differentieller Aggressionsfragebogen. Ein Verfahren zur Erfassung reaktiver und proaktiver Aggression bei Kindern und Jugendlichen. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

Werten Sie den DAF und über 50 weitere etablierte klinische Testverfahren aus. Fehlt ein spezifisches Verfahren für Ihre Einrichtung? Gerne implementieren wir jeden zusätzlichen Test.

Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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