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Online Auswertung der Conners EC

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Conners EC digital auswerten

Conners EC – Conners Skalen zu Aufmerksamkeit, Verhalten und Entwicklungsmeilensteinen im Vorschulalter

Die Conners EC sind ein Fragebogenverfahren zur Beurteilung frühkindlichen Verhaltens und frühkindlicher Entwicklungsmeilensteine bei Kindern von zwei bis sechs Jahren. Anders als die übrigen Conners-Verfahren haben sie keinen ADHS-Fokus, sondern erfassen als Breitbandverfahren die häufigsten Störungen dieses Lebensalters, orientiert an den Symptomen des DSM-5. Die Besonderheit der Conners EC liegt in der Verbindung zweier Ebenen: Verhaltensauffälligkeiten werden immer in Beziehung zum erreichten Entwicklungsstand des Kindes gesetzt.

Aufbau und Struktur der Fragebögen

Die Conners EC umfassen fünf Versionen, jede als Eltern- und Erzieherform (Fragenzahl Eltern/Erzieher):

  • Langform (190/186) – Verhaltens- und Entwicklungsteil zusammen
  • Verhaltensskalen (115/116) und Entwicklungsmeilensteinskalen (80/74), auch einzeln
  • Verhaltenskurzskalen (48/50) bei auffälligem Verhalten
  • Global-Index (10/10) als Screening und Verlaufskontrolle

Verhaltensskalen: Unaufmerksamkeit/Hyperaktivität, Feindseliges/Aggressives Verhalten, Soziales Funktionsniveau/Atypisches Verhalten, Ängstlichkeit, Stimmung und Affekt, Physische Symptome — die drei erstgenannten und Physische Symptome jeweils mit zwei Subskalen, darunter Schlafprobleme (nur Elternversion).

Entwicklungsmeilensteinskalen: Adaptive Fähigkeiten, Kommunikation, Motorische Fähigkeiten, Spiel, Vorschulische/Kognitive Fähigkeiten und die übergreifende Skala Allgemeine Entwicklung. Der Global-Index liefert die Skalen Rastlos-Impulsiv und Emotional Labil sowie einen Gesamtwert.

Hinzu kommen zehn Screener-Fragen zu seltener auftretenden klinischen Indikatoren, Fragen zu Beeinträchtigungen und Freitextfragen. Als Validitätsskalen dienen Positiver Eindruck, Negativer Eindruck und der Inkonsistenz-Index aus zehn Fragenpaaren.

Durchführung

Die Conners EC beurteilen Kinder von 2;0 bis 6;11 Jahren aus Eltern- und Erziehersicht; empfohlen werden Beurteilungen aus mehreren Quellen. Die Bearbeitung dauert 5 Minuten (Global-Index) bis rund 25 Minuten (Langform). Im Verhaltensteil bezieht sich der Beurteiler auf den vergangenen Monat und antwortet vierstufig von 0 (überhaupt nicht/nie) bis 3 (sehr genau/sehr oft). Der Entwicklungsteil ist nicht auf einen Zeitraum begrenzt: Hier wird dreistufig – 0 (nein, niemals oder selten), 1 (manchmal), 2 (ja, immer oder fast immer) – eingeschätzt, ob das Kind eine Fähigkeit ohne Hilfe zeigt. Der Beurteiler sollte das Kind mindestens einen Monat kennen.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung der Conners EC erfolgt im Papierverfahren von Hand über Durchschlagbogen und Normtabellen; geübte Anwender brauchen dafür etwa 20 Minuten. Jeder Schritt — Summieren, Übertragen, Nachschlagen — ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwertberechnung: Die Antworten werden je Skala summiert und gegen die maximalen Skalenrohwerte geprüft.
  2. Umgang mit fehlenden Werten: Je Skala ist eine zulässige Zahl fehlender Antworten festgelegt, über alle Verhaltensskalen höchstens elf, über die Entwicklungsmeilensteine höchstens acht. Darunter wird der Rohwert anhand der Zahl beantworteter Fragen geschätzt. Unklare oder mehrfach markierte Antworten gelten als fehlend.
  3. Normierung: Die Rohwerte werden in lineare T-Werte auf Basis empirischer Prozentränge überführt, getrennt nach Geschlecht und Altersjahr (Mittelwert 50, Standardabweichung 10); ergänzend stehen Prozentränge zur Verfügung. Rohwerte verschiedener Versionen oder Skalen der Conners EC sind nicht vergleichbar.
  4. Interpretation: Höhere Werte stehen für mehr berichtete Probleme. Als Richtwerte gelten T ≥ 70 als stark erhöht (Prozentrang ≥ 97), T 65–69 als erhöht, T 60–64 als überdurchschnittlich und T 40–59 als durchschnittlich; diese Grenzen sind ausdrücklich Näherungen, keine absoluten Regeln.
  5. Profilanalyse in sechs Schritten: Validität der Beurteilung prüfen; Verhaltensskalen samt Global-Index und klinischen Indikatoren interpretieren; Entwicklungsmeilensteinskalen interpretieren, hier auch über das Entwicklungs- und Beherrschungsalter (das Alter, in dem 75 % der Kinder eine Fähigkeit meistens bzw. fast immer zeigen); Gesamtprofil analysieren; mehrere Beurteiler integrieren; Ergebnisse berichten. Eine Diagnose darf nie allein auf einem Fragebogen beruhen.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die Normierung der Conners EC wurde zwischen Herbst 2013 und Sommer 2015 in Kindertagesstätten und Kindergärten erhoben: 720 Elternbeurteilungen (360 Jungen, 360 Mädchen) und 599 Erzieherbeurteilungen (297 Jungen, 302 Mädchen), getrennt normiert nach Altersjahr und Geschlecht; wegen der freiwilligen Teilnahme ist eine vollständige Repräsentativität nicht garantiert. Die interne Konsistenz der Verhaltensskalen liegt in der Langform (Elternversion) zwischen α = .57 und .94 – nur Physische Symptome und Schlafprobleme unterschreiten den akzeptablen Bereich – und in der Kurzform bei α = .70 bis .92. Die Retest-Reliabilität der Elternversion (Intervall vier bis acht Wochen) erreicht für Unaufmerksamkeit/Hyperaktivität r = .83, fällt für Physische Symptome, Ängstlichkeit und Soziales Funktionsniveau/Atypisches Verhalten mit r = .55 bis .60 deutlich niedriger aus; die Übereinstimmung von Eltern- und Erzieherurteil ist für die Entwicklungsmeilensteine überwiegend hoch, für die Verhaltensskalen erwartungsgemäß niedriger. Konfirmatorische Faktorenanalysen stützen die Verhaltensskalen; für die Entwicklungsmeilensteine zeigte sich keine zufriedenstellende Modellpassung. Für die konvergente Validität sprechen hohe Zusammenhänge mit SDQ, VBV 3–6 und BBK 3–6 – etwa Unaufmerksamkeit/Hyperaktivität mit der SDQ-Skala Hyperaktivität/Aufmerksamkeitsprobleme (r = .85 bzw. .88).

Harbarth, S., Steinmayr, R., Neidhardt, E., & Christiansen, H. (2018). Conners EC – Conners Skalen zu Aufmerksamkeit, Verhalten und Entwicklungsmeilensteinen im Vorschulalter. Deutschsprachige Adaptation der Conners Early Childhood (Conners EC™) von C. Keith Conners. Bern: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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