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Online Auswertung der CBCL, YSR und TRF

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CBCL/YSR/TRF digital auswerten

CBCL, YSR und TRF – Deutsche Schulalter-Formen

Die CBCL, YSR und TRF erfassen psychische Auffälligkeiten und Kompetenzen im Schulalter aus drei Perspektiven: der Eltern, der Jugendlichen selbst und der Lehrkräfte. Ihr Grundgedanke ist die Mehrperspektivität – ein Kind zeigt zu Hause anderes Verhalten als im Unterricht, und keine Quelle allein ergibt ein vollständiges Bild. Weil alle drei Bogen weitgehend dieselbe Skalenstruktur nutzen, lassen sich die Urteile direkt nebeneinanderlegen. Die deutschen Fassungen folgen der 2001 revidierten Struktur, deren Faktorenmodell in internationalen Feldstichproben über Kulturen hinweg repliziert wurde.

Aufbau und Struktur der Fragebögen

Drei Bögen mit jeweils rund 120 Items decken den Schulaltersbereich ab: die CBCL/6-18R für Eltern und die TRF/6-18R für Lehrkräfte, beide von 6 bis 18 Jahren, sowie der YSR/11-18R als Selbstbeurteilung für 11- bis 18-Jährige. Beurteilt wird dreistufig – nicht zutreffend, etwas oder manchmal zutreffend, genau oder häufig zutreffend.

Die acht Problemskalen erster Ordnung sind: Ängstlich/depressiv, Rückzüglich/depressiv, Körperliche Beschwerden, Soziale Probleme, Denk-, Schlaf- und repetitive Probleme, Aufmerksamkeitsprobleme, Regelverletzendes Verhalten und Aggressives Verhalten. In der TRF werden die Aufmerksamkeitsprobleme zusätzlich in Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität/Impulsivität aufgeteilt.

Daraus entstehen die übergeordneten Werte: Internale Probleme, Externale Probleme, Gemischte Probleme für jene Skalen, die sich keiner der beiden Richtungen zuordnen lassen, sowie die Gesamtauffälligkeit. Hinzu kommen sechs DSM-orientierte Skalen – Depressive Symptome, Angstsymptome, Körperliche Symptome, Unaufmerksamkeits-/Hyperaktivitätssymptome, Oppositionelle Verhaltenssymptome und Dissoziale Symptome.

Erfasst werden außerdem Kompetenzen: In CBCL und YSR sind das Aktivitäten, soziale Beziehungen und Schule, in der TRF schulische Leistungen sowie die Einschätzung von angemessenem Verhalten, Lernen, Arbeitsverhalten und Zufriedenheit.

Durchführung

Ausgefüllt wird jeder Bogen von der jeweiligen Perspektive – Eltern, Lehrkraft oder Jugendlicher – und dauert 15 bis 20 Minuten. Die Formulierungen sind unabhängig vom Bildungsniveau verständlich, sodass keine besonderen Voraussetzungen bestehen. Empfohlen wird, mindestens zwei Perspektiven zu erheben; erst dadurch entsteht der eigentliche Ertrag des Verfahrens.

Auswertung und Interpretation

Die Auswertung der CBCL, YSR und TRF erfolgt im Papierverfahren von Hand über Auswertungsbogen und die Normtabellen des Manuals. Jeder Schritt – Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle, und bei acht Problemskalen, vier übergeordneten Werten, sechs DSM-Skalen und den Kompetenzbereichen je Bogen kommen davon sehr viele zusammen. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:

  1. Rohwerte: Die Itemwerte werden je Skala summiert – getrennt für die empirischen Problemskalen, die DSM-orientierten Skalen und die Kompetenzbereiche.
  2. Normierung, je Bogen unterschiedlich: Für CBCL und YSR werden die Rohwerte in T-Werte überführt, die auf bevölkerungsrepräsentativen Stichproben beruhen. Für die TRF existieren keine Repräsentativnormen – hier stehen Vergleichswerte aus einer Großstadt-Grundschulstichprobe für 6- bis 11-Jährige zur Verfügung.
  3. Klinische Vergleichswerte: Für alle drei Bogen liegen zusätzlich Stanine-Werte und Prozentränge aus klinischen Stichproben vor. Sie ordnen einen Wert nicht gegenüber der Allgemeinbevölkerung ein, sondern gegenüber Kindern und Jugendlichen in Behandlung – eine andere Frage mit einer anderen Antwort.
  4. Perspektivenvergleich: Die Werte der drei Bogen werden nebeneinandergelegt. Abweichungen sind kein Messfehler, sondern diagnostische Information: Sie zeigen, ob ein Verhalten situationsgebunden auftritt oder durchgängig.

Zwei Punkte gehören zur fachgerechten Anwendung. Erstens ist die Wahl der Bezugsgruppe offenzulegen – ein Wert gegenüber klinischen Vergleichsdaten liest sich anders als gegenüber einer Feldstichprobe. Zweitens sind die TRF-Vergleichswerte auf Grundschulkinder einer Großstadt beschränkt; für ältere Schülerinnen und Schüler sowie für andere Regionen sind sie nur eingeschränkt übertragbar. Und die DSM-orientierten Skalen erleichtern den Übergang zu kategorialen Klassifikationen, ersetzen aber keine Diagnose.

Testtheoretische Analyse / Gütekriterien

Die T-Werte der CBCL beruhen auf einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe von 2.471 Kindern und Jugendlichen, die des YSR auf 1.798 Jugendlichen. Die klinischen Vergleichswerte stammen aus Stichproben von 1.217 (CBCL), 718 (YSR) und 793 Fällen (TRF); für die TRF kommen die Vergleichsdaten von 397 Grundschulkindern im Alter von 6 bis 11 Jahren aus einer Großstadtstichprobe hinzu. Die interne Konsistenz ist auf der Ebene der übergeordneten Werte gut bis sehr gut: Internale und Externale Probleme erreichen über alle drei Bogen hinweg α > .80, die Gesamtauffälligkeit mindestens α = .93. Dass die übergeordneten Werte zuverlässiger messen als die Einzelskalen, liegt an ihrer größeren Itemzahl und spricht dafür, die Interpretation dort zu beginnen. Für die faktorielle Validität spricht, dass sich das zugrunde liegende Modell in internationalen Feldstichproben über verschiedene Kulturen hinweg replizieren ließ – ein für ein Verfahren dieser Verbreitung ungewöhnlich breiter Beleg.

Döpfner, M., Plück, J., & Kinnen, C. (2014). Deutsche Schulalter-Formen der Child Behavior Checklist von Thomas M. Achenbach: CBCL/6-18R, TRF/6-18R, YSR/11-18R. Göttingen: Hogrefe.

Umfangreiche Testbibliothek & flexible Erweiterung

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Das sagen unsere Nutzer:innen

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Nach dem Test mehrerer Systeme hat uns PsyCalc mit seiner Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Hervorzuheben ist, dass alle unsere Testverfahren ergänzt wurden. Jetzt profitieren wir von enormer Zeitersparnis, unterstützt von einem exzellenten Support.

Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)

LVR-Klinikum Düsseldorf

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Früher benötigten wir einen extra Mitarbeiter für Testauswertungen. Dank PsyCalc kann unser Behandlungsteam nun jederzeit flexibel seine Testverfahren auswerten. Wir sparen erhebliche Kosten und können unsere Ressourcen wieder voll auf unsere Patienten konzentrieren.

Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)

Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied

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