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Sie benötigen viel Zeit für die Auswertung des BDI-II auf Papier und trotzdem schleichen sich Fehler ein?
Sie verwenden Excel-Tabellen und müssen dennoch zum Manual greifen um die Normwerte zu ermitteln?
Oder nutzen Sie bereits ein digitales Testsystem, stören sich aber an der komplizierten Handhabung und den hohen Kosten?
Psycholog:innen dieser Träger vertrauen bereits auf PsyCalc
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Das BDI-II erfasst den Schweregrad depressiver Symptomatik bei Jugendlichen ab 13 Jahren und Erwachsenen. Es ist ein Selbstbeurteilungsverfahren: Nicht die klinische Einschätzung von außen steht im Mittelpunkt, sondern wie die betroffene Person ihr eigenes Befinden der letzten zwei Wochen beschreibt. Die Revision des ursprünglichen Beck-Inventars richtete die Itemauswahl an den DSM-Kriterien depressiver Störungen aus – vier Items wurden ersetzt, sodass nun auch Agitiertheit, Wertlosigkeitsgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten und Energieverlust abgebildet sind. Eingesetzt wird das BDI-II in der klinischen Diagnostik, zur Schweregradbestimmung und zur Verlaufsmessung.
Das BDI-II umfasst 21 Items, die je einen Symptombereich der Depression abbilden – darunter Traurigkeit, Pessimismus, Schuldgefühle, Energieverlust und Schlafstörungen. Zu jedem Item werden vier Aussagen mit ansteigendem Schweregrad vorgelegt, denen die Punktwerte 0 bis 3 zugeordnet sind; die Testperson wählt jeweils diejenige Aussage, die ihr Befinden der letzten beiden Wochen am besten beschreibt. Zwei Items – Appetit und Schlaf – erfassen ausdrücklich sowohl Zunahme als auch Abnahme, weil beide Richtungen depressiv bedingt sein können. Der Gesamtwert kann damit zwischen 0 und 63 Punkten liegen.
Anders als viele Breitbandverfahren kennt das BDI-II keine Skalenstruktur im engeren Sinn: Der Gesamtwert ist der Kennwert, der interpretiert wird.
Das BDI-II kann im Einzel- wie im Gruppensetting vorgegeben werden. Die Bearbeitung dauert in der Regel fünf bis zehn Minuten; eine Zeitvorgabe besteht nicht, ein ungestörter Rahmen ist aber sinnvoll. Die Testperson liest jede der 21 Itemgruppen vollständig und markiert pro Gruppe eine Aussage. Der enge Bezugszeitraum von zwei Wochen macht das Verfahren für wiederholte Erhebungen im Behandlungsverlauf geeignet.
Die Auswertung des BDI-II erfolgt im Papierverfahren von Hand über den Fragebogen selbst. Jeder Schritt – Summieren, Übertragen, Nachschlagen – ist dabei eine mögliche Fehlerquelle. Mit einem Auswertungsprogramm wie PsyCalc verkürzt sich die Auswertung auf das Eintragen der Antworten; Rechen-, Übertragungs- und Nachschlagefehler entfallen. Die Schritte im Einzelnen:
Die aktuelle deutschsprachige Ausgabe des BDI-II ist die dritte, revidierte Auflage. Die Prozentrangnormen beruhen auf zwei Stichproben: 385 depressiven Patientinnen und Patienten sowie 582 gesunden Personen; in der digitalen Durchführung wird stattdessen mit Cut-off-Werten gearbeitet. Die interne Konsistenz liegt über klinische und gesunde Stichproben hinweg bei α = .90 bis .93 – ein für ein Verfahren mit 21 Items sehr hoher Wert, der die Eindimensionalität des Gesamtscores stützt. Die Retest-Reliabilität beträgt .78 über ein Intervall von fünf Monaten; dass sie niedriger ausfällt als die interne Konsistenz, ist bei einem Verfahren erwartbar, das bewusst einen veränderlichen Zustand misst und nicht ein zeitstabiles Merkmal. Für die konvergente Validität sprechen Zusammenhänge mit anderen Depressionsmaßen zwischen r = .68 und .89.
Hautzinger, M., Keller, F., & Kühner, C. (2023). BDI-II – Beck Depressions-Inventar, Revision (3., revidierte Auflage). Deutsche Bearbeitung des Beck Depression Inventory – II von A. T. Beck, R. A. Steer und G. K. Brown. Göttingen: Hogrefe.
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Lea Sauerbier (Testpsychologin / Psychotherapeutin in Ausbildung)
LVR-Klinikum Düsseldorf
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Bernd Wenig (Krankenhausdirektor)
Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied
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